Der Abstiegskracher gegen den TSV Linsenhofen stand an, ein absolutes Sechspunktespiel, Linsenhofen musste gewinnen, um den Anschluss herzustellen und wir wollten gewinnen, um den Abstand nach hinten zu vergrößern.
Die erste Halbzeit gehörte uns, wir beherrschten den Gegner und hatten klare Feldvorteile und die besseren und klaren Torchancen, bereits in der 2. Minute ging ein Kracher aus 16 Metern von Marlon Kaiser an die Unterkante der Latte und zurück ins Feld.
Wir waren weiterhin am Drücker, konnten unsere Überlegenheit aber leider nicht in Tore ummünzen.
Dann kam es, wie es kommen musste, einer der wenigen Angriffe von Linsenhofen in der 1 Halbzeit, beim Klärungsversuch sprang Shivan der Ball vom eigenen Fuß an die Hand, die Hand war aber weit oben, ein weiterer Handelfmeter, der für Gesprächsstoff sorgte, es sollte nicht der letzte am heutigen Tage sein.
Lorenz Ruff verschoss den Elfer in der 36. Minute.
Zwei Minuten später schickte Flo Jung Dennis Stutz mit einem herrlichen Pass auf die Reise und Stutz schloss souverän und abgeklärt zum 1-0 ab.
Bis zur Halbzeit passierte nichts mehr.
Dafür muss in der Halbzeit etwas geschehen sein, vielleicht waren im Halbzeitsprudel Beruhigungsmittel oder Schlaftabletten.
Der Schiedsrichter pfiff das Spiel an und es war eine völlig andere Konstellation, Linsenhofen war aggressiv und motiviert, man merkte der Mannschaft an, dass sie gewillt war, das Ruder herumzureißen.
Bereits in der 47. Minute wurde Linsenhofen belohnt, einen schön vorgetragenen Angriff schloss Buschmann zum 1-1 Ausgleich ab.
Dann kam die 54 Minute, der Spieler von Linsenhofen klärte den Ball mit der Schulter /Brust, im normalen Bewegungsablauf war der Arm abgespreizt vom Körper und der Schiedsrichter sah das aus seinem Blickwinkel als Handspiel und pfiff den zweiten umstrittenen Handelfmeter.
Marlon Kaiser nutzte die Chance und verwandelte zum 2-1.
Wer nun gedacht hat, wir nutzen das Momentum und reißen das Spiel wieder an uns, der sah sich getäuscht. Linsenhofen war weiterhin die spielbestimmende Mannschaft und setzte uns gewaltig unter Druck, in der 61. Minute der verdiente Ausgleich zum 2-2.
Die letzten 30 Minuten waren ein Zittern, das Ergebnis über die Runden zu bringen und das Remis zu halten, was uns mit viel Glück auch gelungen ist.
Selten gab es ein Spiel mit zwei so unterschiedlichen Hälften wie dieses, die Mannschaft muss sich fragen lassen, wie man nach einer guten Halbzeit, in der man den Gegner klar beherrscht hat, eine solch desaströse zweite Halbzeit folgen kann.
Bereits am Sonntag kann die Mannschaft zeigen, dass sie es besser kann, zum nächsten Abstiegskracher kommt Dettingen nach Altdorf.
Zum Abschluss noch ein Wort zum Schiedsrichter, wir hatten in dieser Saison noch keinen besseren Schiedsrichter wie in diesem Spiel, trotz der zwei umstrittenen Handelfmeter.