SGM Ammerbuch/Pfäffingen - SGM Kiebingen/Bühl 3:1 (0:1)
Bereits in den vergangenen Spielen gegen die Ammertäler hatten wir immer größere Probleme mit deren Spielweise. Auf Höhe der Mittellinie bauten sie ständig eine Abseitsfalle auf und ihre großen und schnellen Abwehrspieler holten in der Regel die Stürmer mit Ball noch rechtzeitig vor dem Torabschluss ein, sollten diese doch einmal durchkommen. So legten wir uns einen Matchplan zurecht, welcher in der ersten Hälfte voll aufging. Im Sturm spielte zunächst unser eigentlicher Abwehrspieler Felix, welcher in Sachen Schnelligkeit es mit jedem aufnehmen kann. Mit schnellem, schnörkellosem Umschaltspiel gelang es uns auch, Felix öfter in Szene zu setzen. Nach dem gefühlten zehnten Sprint in zehn Minuten wechselten wir und Mael, welcher die Abwehrposition von Felix übernommen hatte und nicht weniger langsam ist, tauschte wieder mit Felix. Und Mael mit seiner neuen Dynamik gelang es dann tatsächlich auch, seinen Durchbruch durch die Abwehrreihe mit einem Tor zu belohnen. Aber auch im Mittelfeld standen wir gut in den Räumen und fingen viele Bälle ab und halfen uns gegenseitig, so dass der Gastgeber keine nennenswerte Chance in Hälfte eins für sich herausspielte. Kurz vor der Pause hatte Hugo die große Chance zum 2:0, doch der unebene Rasen änderte nochmal die Flugbahn und der Ball ging knapp neben dem Pfosten ins Toraus.
Leider fingen wir uns unmittelbar nach dem Wechsel den Ausgleich ein, nachdem ein Eckball nicht weit genug geklärt wurde. Wir brauchten ein paar Minuten, um uns zu fangen, und überstanden die folgende Druckphase ohne weiteres Gegentor. Mitte der zweiten Hälfte gelang es uns, wieder super Akzente nach vorne zu setzen, doch unsere Stürmer zögerten einen Tick zu lange beim Torabschluss, so dass diese guten Chancen ungenutzt blieben. Fünf Minuten vor Schluss dann der ungerechte Knockout, als der gegnerische Stürmer vom Sechzehnereck platziert und unhaltbar den Ball in unser Tor zimmerte. Ein weiterer Konter kurz darauf, nachdem wir alles nach vorne geworfen haben, stellte den Endstand zum 1:3 her. Trotz Lob des gegnerischen Trainers für unsere starke Leistung fuhren wir mit der Erkenntnis nach Hause, dass nunmal die Tore beim Fußball zählen und ob es gerecht oder ungerecht ist, bei vier Schüssen aufs Tor drei Treffer zu erzielen gilt es, dem Gegner für die Chancenauswertung und zum Sieg zu gratulieren. Aber wir haben bewiesen, dass wir auch „Abseitsfalle umspielen“ können.


