Hier können Kinder und Jugendliche auch mit körperlicher Einschränkung Selbstwirksamkeit erfahren und ihre eigenen Grenzen ausweiten, zum Teil sogar überwinden.
Wie wichtig dieser Ansatz ist, wurde nun auch offiziell durch das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg bestätigt: Die SHS ist zur Partnerschule der Olympiastützpunkte ernannt worden. Damit wird ein Weg gewürdigt und weiter gestärkt, den die Schule seit vielen Jahren konsequent verfolgt: die bestmögliche Förderung von Kindern und Jugendlichen mit körperlicher und motorischer Beeinträchtigung, sowohl im schulischen als auch im sportlichen und persönlichen Bereich. Sie leistet dadurch einen grundlegenden Beitrag zu Teilhabe in allen Lebensphasen und Lebensbereichen.
Der Sportbereich an der SHS ist breit aufgestellt und eng mit Trainingsstrukturen im Nachwuchs- und Leistungssport verknüpft. „Wir haben hier einen starken Sportbereich unter anderem mit Para-Tischtennis, Schwimmen und Rollstuhlbasketball“, berichten die Sportlehrkräfte Juliane Baumgartner und Philipp Schröder. Viele Schülerinnen und Schüler trainieren regelmäßig in Landes- oder Stützpunktstrukturen direkt an der Schule und nehmen erfolgreich an nationalen Wettbewerben teil.
„Für mich bedeutet Sport an der SHS vor allem persönliche Entwicklung. Ich habe viel Selbstbewusstsein gewonnen und eine neue Leidenschaft für mich entdeckt“, berichtet SHS-Schülerin und erfolgreiche Rollstuhlbasketballerin Franca Frey. Besonders wichtig sei für sie auch die Gemeinschaft: „Als Erstes denke ich an die Gemeinschaft und die Freunde, die ich dort gefunden habe, und daran, mich selbst und andere gemeinsam zu verbessern.“
Die neue Partnerschaft mit dem Olympiastützpunkt Metropolregion Rhein-Neckar in Heidelberg ist das Ergebnis einer langjährigen Entwicklung in enger Zusammenarbeit mit dem Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband (BBS). Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Nachwuchsleistungssportlerinnen und -sportler im Parasport weiter zu verbessern und Schule und Training noch stärker miteinander zu verbinden.
„Für die Region und für unsere Arbeit am OSP der Metropolregion Rhein-Neckar bedeutet dies eine wertvolle Unterstützung der Nachwuchsförderung paralympischer Sporttalente“, betont Daniel Strigl, Leiter des Olympiastützpunktes. Auch die besondere Schulstruktur trägt entscheidend dazu bei. Durch das angeschlossene Internat können Schüler aus ganz Deutschland aufgenommen werden, wodurch sich Schule, Training und Alltag eng aufeinander abstimmen lassen. Ergänzt wird dies durch vielfältige sportliche Angebote – von breitensportlichen Formaten bis hin zu leistungsorientierten Trainingsgruppen, teilweise auch in besonderen schulischen Modellen, die sportliche Förderung bis ins Abitur ermöglichen.


