
Sie denkt an die Zeit nach ihrem Tod. Die Eislinger Lyrikerin Tina Stroheker (77) möchte ihren künstlerischen Nachlass ihrer Heimatstadt überlassen. Am vergangenen Montag erteilte der Gemeinderat der Verwaltung einstimmig das Mandat, einen Schenkungsvertrag mit der Schriftstellerin abzuschließen.
Die Spuren, die Tina Stroheker schon zu Lebzeiten in Eislingen hinterlassen hat, sind nicht zu übersehen. Engagiert im Kunstverein und bei der Eislinger Frauenaktion (efa) ist sie auch Initiatorin und Kuratorin des Poetenwegs.
Vielfaches Engagement für Eislingen
Die Lyrikerin möchte ihren literarischen Nachlass der Stadt übergeben. Allerdings unter einer Bedingung. Die Arbeit soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, in einem „Studio Tina Stroheker“. Dafür soll die Stadtbücherei baulich erweitert werden. Das Studio soll als Aufbewahrungs-, Ausstellungs-, Arbeits- und Versammlungsort dienen. Ein Teil der Schenkung wird die Künstlerin bereits zu Lebzeiten an die Stadt übertragen. Zwei Inventarlisten werden dafür erarbeitet.
Tina Stroheker gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen Süddeutschlands und erhielt neben vielen nationalen Auszeichnungen im Jahr 2009 die Ehrenurkunde der Stadt Eislingen für kulturelle Verdienste. Von der Autorenvereinigung wurde sie im Jahr 2019 zur Autorin des Jahres gewählt. bra