Vom 28. Juni bis 18. Juli findet wieder das STADTRADELN statt. Jeder, der in Gaggenau wohnt, dort arbeitet oder zur Schule geht, kann sich anmelden. Ulrike Kiewitt, Mitarbeiterin der städtischen Umwelt-Abteilung, nimmt zum ersten Mal am STADTRADELN teil. Ihre alte Liebe zum Radfahren ist neu entflammt.
Gaggenauer Woche: Warum haben Sie sich das Fahrrad gekauft?
Ulrike Kiewitt: In Berlin, wo ich herkomme, habe ich alle Wege mit meinem Mountainbike zurückgelegt - zur Schule, zum Sport, zu meinen Freunden. Als ich vor elf Jahren nach Gaggenau gezogen bin, also „in die Berge“, stand mein Mountainbike lange in der Ecke. Zunächst habe ich in Oberweier gewohnt und in Bühl gearbeitet. Die Strecke war mir zu lang. Seit etwas mehr als zwei Jahren arbeite ich bei der Stadtverwaltung. Inzwischen wohne ich in Gaggenau. Der Weg ist aber so kurz, dass ich ihn zu Fuß zurückgelegt habe. Ein E-Bike kam für mich nie infrage. Das hat sich jetzt geändert: Ein sehr guter Bekannter hat mir dankenswerterweise ein E-Bike zum Ausprobieren geliehen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Dabei wuchs dann der Wunsch, wieder wie früher Mountainbike zu fahren. Diesen habe ich mir jetzt erfüllt.
GaWo: Wie kommen Sie jetzt zum STADTRADELN - ist es das erste Mal?
Kiewitt: Ja, ich bin zum ersten Mal dabei. Meine Kollegen meinten: Wenn ich schon so ein tolles Rad habe, dann kann ich da ja auch mitmachen. Es ist ja eine schöne Idee, mit anderen zusammen Kilometer zu erradeln.
GaWo: Welche Wege legen Sie mit dem Rad zurück?
Kiewitt: Ich habe das Rad erst seit zwei Wochen, fahre aber schon zum Karatetraining nach Bad Rotenfels oder zum Betriebssport nach Bad Rotenfels und zu den Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde in Gaggenau. Dabei habe ich schon schöne Strecken entdeckt. Ich möchte das Radfahren jetzt nicht mehr missen.
GaWo: Haben Sie sich ein persönliches Ziel gesetzt?
Kiewitt: Ja. Ich möchte das Auto so viel wie möglich in der Garage lassen und alle Wege im Alltag mit dem Rad zurücklegen. Ich bin mal gespannt, wie das im Winter wird (lacht). Bislang bin ich oft bei Regen ohne Schirm zur Arbeit gelaufen. Ich bin da eigentlich nicht so empfindlich. Das liegt vielleicht daran, dass ich im Herbst geboren bin.
GaWo: Und Ihr Ziel fürs STADTRADELN?
Kiewitt: Das gehe ich erst einmal entspannt an. Wobei ich schon ehrgeizig bin. Es kann also sein, dass ich dann doch extra viel fahre. Letzte möchte ich schließlich nicht werden.
GaWo: Wen möchten Sie gerne motivieren, ebenfalls „umzusatteln“ aufs Rad?
Kiewitt: Ich möchte auf jeden Fall all die ermuntern, die ihr Fahrrad lange nicht benutzt haben. Das STADTRADELN könnte ihnen den Motivationsschub geben, das Rad doch wieder zu aktivieren - weil es einfach Spaß macht. Man ist an der frischen Luft, entdeckt neue Wege. Und es ist einfach viel schöner, Kilometer auf dem Fahrrad zu sammeln als im Auto!
Anmelden fürs STADTRADELN kann man sich unter www.stadtradeln.de/gaggenau


