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Stadtseniorenrat Eislingen beim Mittagskonzert in der Liederhalle

Am Donnerstag, dem 5. März, besuchte der Stadtseniorenrat Eislingen im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Kultur im kleinen Kreis“ das Mittagskonzert...
ein Akkordeon steht auf einem Holztisch. auf dem Akkordeon liegt ein Frühlingsstrauß
AkkordeonFoto: K.I.

Am Donnerstag, dem 5. März, besuchte der Stadtseniorenrat Eislingen im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Kultur im kleinen Kreis“ das Mittagskonzert in der Liederhalle Stuttgart.

Solist im ersten Teil des Konzerts war der aus Moldau stammende Musiker Radu Ratoi. Mit seinem Akkordeon bestritt er den ersten Teil des Programms – und begeisterte das Publikum. (Ich weiß, dass man in einem Artikel seine persönliche Meinung eigentlich nicht äußern sollte, doch diesen kleinen Ausrutscher mögen mir die Leser verzeihen): Es war fantastisch. Die Virtuosität und die Geschwindigkeit, mit der sich seine Finger über die Tasten bewegten, waren beeindruckend. Überraschend war es zunächst, dieses Instrument in einem klassischen Konzert zu hören. Doch der Komponist Astor Piazzolla hat es verstanden, das Instrument wunderbar einem klassischen Orchester zur Seite zu stellen. Sein Werk „Aconcagua“ wurde ursprünglich für das Bandoneon komponiert, ein typisches Instrument des Tango. Aufgrund der großen Ähnlichkeit zum Akkordeon wurde jedoch auch ein entsprechendes Arrangement möglich. Zudem ist das Akkordeon das Instrument des Jahres 2026. Als Zugabe spielte Radu Ratoi eine "Hora", ein schnelles Tanzstück aus der osteuropäischen Volksmusik, das in seiner Lebendigkeit ein wenig an den Sirtaki erinnert. Wer die Gelegenheit hat, diesen Solisten live zu hören, sollte sie unbedingt nutzen.

Den zweiten Teil des Konzerts gestaltete das SWR-Orchester allein. Auf dem Programm stand die„Symphonie classique“ von Sergej Prokofjew. Obwohl sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts komponiert wurde, ist sie eine Hommage an Mozart und die Wiener Klassik. Diese Anklänge sind deutlich zu hören, und zugleich verbreitet das Werk eine spürbare Leichtigkeit und viel gute Laune.

Den Abschluss unseres Ausflugs bildete ein Besuch imWeltcafé Stuttgart, wo wir bei einem leckeren Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee den musikalischen Nachmittag gemütlich ausklingen ließen.

Bücher-Club: Gabriel García Márquez: „Hundert Jahre Einsamkeit“

Gabriel García Márquez’ Roman „Hundert Jahre Einsamkeit“ erzählt die Geschichte der Familie Buendía über mehrere Generationen hinweg im fiktiven Dorf Macondo. Gegründet wird der Ort von José Arcadio Buendía und seiner Frau Úrsula. Während José Arcadio von wissenschaftlichen Ideen und Entdeckungen begeistert ist, versucht Úrsula, die Familie zusammenzuhalten. Im Mittelpunkt des Romans stehen die vielen Mitglieder der Familie Buendía, deren Schicksale sich oft ähneln. Besonders wichtig ist Oberst Aureliano Buendía, der zahlreiche Bürgerkriege führt, sich jedoch zunehmend in Einsamkeit zurückzieht. Trotz aller Tragik ist dieser Roman kein düsteres Werk. Er ist voller Humor, Ironie und liebevoller Übertreibung. Er zeigt Menschen in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit. Die Buendías sind keine Helden. Sie sind stur, leidenschaftlich, stolz, verletzlich. Sie machen Fehler – oft dieselben wie ihre Vorfahren. Sie träumen groß und scheitern spektakulär. Der Roman erzählt in einem poetischen Stil von Einsamkeit, ohne trostlos zu sein. Von Wiederholung, ohne langweilig zu werden.

Der nächste Bücher-Club ist am 27.03. mit Castle Freeman „Ein Mann mit vielen Talenten“.

Porträt der Romanfigur Aurelian Buendia
Oberst Aurelian Buendia.Foto: K.I.
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Eislinger Zeitung
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Ausgabe 11/2026
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