Der Ausschuss für Umwelt und Technik gab dem Gemeinderat mehrheitlich bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen die Empfehlung, das weitere Bebauungsplanverfahren Pforzheimer-, Augusta-, Friedensstraße auf der Grundlage der Variante 1 fortzuführen. Hier sollen entlang der Pforzheimer Straße Gebäude aufgestockt und durch Neubauten ersetzt werden. Nur in der zweiten Reihe zur Pforzheimer Straße würde eine bauliche Nutzung erfolgen, sprich einen Doppelhaushalt, Reihenhäuser und zwei Zeilenbauten. Die Flachdächer sind begrünt, Erschließung erfolgt über Pforzheimer Straße via Durchfahrt des Vorderhauses. Stellplätze würden teils oberirdisch und ferne in Tiefgaragen untergebracht.
Bereits im Februar 2025 befasste sich der Ausschuss mit dem Bebauungsplan und gab dem Planungsamt den Auftrag, die Planung hinsichtlich einer höheren Nachverdichtung im Blockinnenbereich zu prüfen.
Drei Entwurfsvarianten standen zur „Auswahl“, die eine teilweise offene Blockrandbebauung zur Friedens- und Augustastraße vorsehen sowie eine zunehmende Nachverdichtung im Blockinnenbereich. Die Erschließung wäre unverändert, über die an den Straßen liegenden Grundstücken, eine Ergänzung ist nicht möglich wegen der Parzellenstruktur. Das Quartier soll in erster Linie als Wohnstandort dienen, an der Pforzheimer Straße ist eine urbane Mischung aus Gewerbe, Büros, Dienstleistungen und Wohnen vorgesehen.
Das Büro Lohmeyer aus Karlsruhe hat eine lokalklimatische Stellungnahme abgegeben. Die klimatisch bestehenden Bedingungen zeigen sich bei Variante 1, der Blockinnenbereich ist durch eine zweigeschossige Bebauung in der zweiten Reihe zur Pforzheimer Straße zu einem großen Teil begrünt. Die Bebauung erfolgt überwiegend auf versiegelten Flächen. Die Öffnungen der Blockrandbebauung und der begrünte Innenhof sichern die Durchlüftung des Quartiers.
Bei den Varianten 2 und 3 wäre die Durchlüftung schwieriger umzusetzen, die Wärmebelastung könnte nur begrenzt kompensiert werden.