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Dies und das

Starke Frauen im HeilbronnerLand

Bei diesem Projekt geht es um Frauen, die im HeilbronnerLand gelebt haben oder leben oder aus dem HeilbronnerLand stammen und durch ihr Wirken in Erinnerung...
Heike Pfitzenmaier

Bei diesem Projekt geht es um Frauen, die im HeilbronnerLand gelebt haben oder leben oder aus dem HeilbronnerLand stammen und durch ihr Wirken in Erinnerung geblieben (oder inzwischen in Vergessenheit geraten) sind. Unternehmerinnen, Erfinderinnen, Künstlerinnen, Autorinnen, Wissenschaftlerinnen – um nur einige Stichworte zu nennen. Aber auch Frauen, die sich in anderen Bereichen einen Namen gemacht haben: In der Medizin, im Sozialbereich, in der Politik, im Widerstand. Und nicht zu vergessen, jene Frauen, die auch Opfer waren, da sie den Vorgaben der Herrschenden nicht entsprachen.

Berühmte Frauen und starke Persönlichkeiten prägen auch die Geschichte unserer Stadt, wie etwa Sybilla Greck von Gemmingen, Hannchen Herz oder Josephine Freifrau von Wächter, die zu den reichsten Frauen des Königreichs Württemberg zählten.

Auch dürfen wir nicht Irene Würth vom Eisenwerk Würth vergessen. 35 Jahre nach dem Tod des Firmengründers Julius Würth gründete Irene Würth, seine Tochter und ehemalige Geschäftsführerin, die Julius-Würth-Stiftung, welche im April 1998 rechtskräftig als mildtätige Stiftung genehmigt wurde. Jedes Jahr aufs Neue schüttet die Würth-Stiftung finanzielle Mittel zur Unterstützung von Personen des örtlichen Umfeldes - Stadt Bad Friedrichshall und Umgebung - aus, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind sowie zur Unterstützung von einkommensschwachen Personen. Zu gleichen Teilen wird jährlich das Geld an die Stadt Bad Friedrichshall, Diakonie und Caritas ausgezahlt.

Was, wann und wo in diesem Jahr die sehr abwechslungsreichen und spannenden Angebote stattfinden, kann im Internet unter www.kulturregion-heilbronnerland.de nachgeschaut werden, zudem liegenden in den teilnehmenden Kommunen Printbroschüren aus.

Begleiten Sie uns auf den Spuren bedeutender, weiblicher Persönlichkeiten Bad Friedrichshalls:

Josephine Freifrau von Wächter-Lautenbach - Sonntag, 17. Mai 2026

Bad Friedrichshall blickt zurück auf eine lange Geschichte der Kinderbetreuung, die bis ins Jahr 1859 zurückreicht. In der Mitte des 18. Jahrhunderts begann man der Pädagogik von Friedrich Fröbel zu folgen und sich verstärkt um die Erziehung der Kleinkinder, Kinder und Jugendlichen zu kümmern. Josephine Freifrau von Wächter-Lautenbach finanzierte den Neubau einer Kleinkinderschule durch eine Stiftung in Höhe von 5000 Mark – und so war im Jahr 1882 Einweihungsfest für den Wächterstift Kindergarten, dem ältesten Kindergarten Bad Friedrichshalls.

Anfangs war die Geschichte der Kindergärten in Bad Friedrichshall geprägt von den zwei großen Konfessionen, selbst dieser städtische Wächterstift wurde anfangs unter dem Dach der Kirchengemeinde Jagstfeld geführt. Die letzte leitende Schwester bis 1972 war Lilli Kühnle und erst nach ihrem Weggang übernahm die Stadt die Verantwortung für den eigentlich städtischen Kindergarten „Wächterstift“ durch „Tante“ Traude Bachmayer.

Erleben Sie bei diesem Spaziergang die interessante Lebensgeschichte der Josephine Freifrau von Wächter-Lautenbach, die nicht nur in Bad Friedrichshall sondern in Neckarsulm, Lautenbach, Willenbach und Oedheim engagiert war.

  • Sonntag, 17. Mai 2026 um 11.00 Uhr
  • Treffpunkt Parkplatz Schloss Lehen, Hauptstraße 2
  • Kostenlose Führung anlässlich des Kulturprojekts
  • Ohne Anmeldung

Sybilla Greck von Kochendorf - Sonntag, 28. Juni 2026

Begleiten Sie Sybilla Greck von Kochendorf auf ihrem interessanten Spaziergang über ihr Leben und das bedeutender Frauen aus Bad Friedrichshall.

Es ist anzunehmen, dass der Einfluss von Sybilla Greck von Gemmingen und ihrer Familie zur Reformation in Kochendorf, mitten im Deutschordensgebiet, geführt hat. 1542 wurde die Reformation in Kochendorf eingeführt. Die Ortsherrschaft übte damals Eberhard von Gemmingen aus, da der Ortsherr Wolf Greck verstorben war. Eberhard von Gemmingen bat den Stiftsdekan vom Ritterstift Wimpfen doch endlich in Kochendorf die Reformation einzuführen, der Stiftsdekan kam dieser Bitte nach. Die Herren von Gemmingen hatten schon sehr früh in ihrem Herrschaftsbereich die Lehre Luthers eingeführt. Wolf Conrad, der Waise geworden war, besuchte die Lateinschule in Gemmingen, die sein späterer Schwiegervater Wolf von Gemmingen-Gutenberg gegründet hatte, wo er wahrscheinlich seine spätere Frau Sybilla kennenlernte.

Sybilla erzählt aber auch über Josephine Freifrau von Wächter-Lautenbach, die den Neubau einer Kleinkinderschule durch eine Stiftung in Höhe von 5000 Mark finanzierte, so dass der Wächterstift Kindergarten der älteste Kindergarten Bad Friedrichshalls ist.

Erfahren Sie über das Leben der Agnes Sicherer. Ihr gehört der älteste Grabstein auf dem Alten Friedhof. Sie war die Frau von Pfarrer Sicherer, der die Leichenpredikt von Wolf Conrad Greck II. hielt, dem Erbauer des Greckenschlosses: "Er war auch nur ein sündiger Mensch und kein Engel“.

Erfahren Sie die traurige Geschichte von Hannchen Herz, einer Jüdin aus Kochendorf. Die jüdische Gemeinde in Kochendorf wuchs ab dem 16. Jahrhundert an, so dass Sie bis 1854 neun Prozent der Bevölkerung ausmachte. Durch Ab- und Auswanderung verkleinerte sich die Gemeinde jedoch stark, so dass sie sich 1933 auflöste, die Synagoge Kochendorf wurde bereits 1925 an die evangelische Kirchengemeinde verkauft.

Von den sieben im Jahr 1933 noch in Kochendorf lebenden Juden kamen 1940 bis 1943 fünf durch die Judenverfolgung ums Leben: Hedwig Stern geborene Herz 1940 in Grafeneck, Julie Herz 1942 im Lager Trostinec, Hannchen Herz, Lina Salomon und Jakob Herz 1942/43 in Theresienstadt.

Durch mündliche Überlieferung wissen wir einiges aus dem Leben von Hannchen Herz, die erst in einem israelitischen Altersheim in Heilbronn-Sontheim untergebracht war, dann aber nach Theresienstadt deportiert und ermordet wurde.

  • Sonntag, 28. Juni 2026 um 15.00 Uhr
  • Treffpunkt Parkplatz Schloss Lehen, Hauptstraße 2
  • Kostenlose Führung anlässlich des Kulturprojekts
  • Ohne Anmeldung
Erni Riexinger.
Erscheinung
exklusiv online
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