Am 31. Mai fand – traditionell einen Tag nach dem Start der Triathlon‑Bundesliga – die Mitteldistanz sowie der 5150 über die olympische Distanz im Kraichgau statt. Die Region, bekannt als „Land der 1000 Hügel“, forderte die Athleten besonders auf der anspruchsvollen Radstrecke.
Den Auftakt machten die Profis am Hardtsee in Ubstadt‑Weiher. Mit 37 weiteren Athleten startete Laurin Wehrle über die 113 Kilometer. Insgesamt zeigte er ein starkes Rennen, haderte jedoch damit, dass er nach der Wende beim Schwimmen den Anschluss an die Spitzengruppe verlor und den Rückstand auf dem Rad nicht mehr verkürzen konnte. Mit einem Halbmarathon in 1:23:32 h belegte er nach 4:07:31 h Rang 28 – ein solider Saisonauftakt. Bereits am 7. Juni startete Laurin erneut, diesmal in Bonn über eine verkürzte Mitteldistanz. Nach 4,2 km Schwimmen im Rhein, 64 km Rad und 15 km Laufen erreichte er nach 3:02:01 h den undankbaren vierten Platz, 6,5 Minuten hinter dem Sieger.
Im Kraichgau stellten sich auch Elias Schwarze, Matthias Eisele und Tobias Mechel der Mitteldistanz. Schwarze zeigte ein ambitioniertes Rennen und belegte mit 4:19:15 h Gesamtplatz 28 sowie Rang 6 in seiner Altersklasse. Matthias kam nach starkem Schwimmen (30:33 min), konstantem Radfahren und kontrolliertem Laufen nach 5:15:42 h ins Ziel. Tobias lag bis zum Laufen nahezu gleichauf, musste jedoch aufgrund von Magenproblemen Tempo herausnehmen, finishte aber dennoch tapfer.
Gegen Mittag starteten Sinja Bühler und Yannick Bäurle mit leichter Unwetter‑Verspätung auf ihre erste olympische Distanz. Nach 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad und 10 km Laufen erreichten beide glücklich das Ziel in Bad Schönborn. Yannick finishte in 2:51:55 h, Sinja folgte in 3:00:09 h.
Langdistanz‑Debüts beim Ironman Hamburg
Bei den Europameisterschaften der Frauen überschattete ein Anschlag mit Metallsplittern auf der Radstrecke das Event – rund 150 Athleten mussten wegen platter Reifen aufgeben. Unsere Starter waren glücklicherweise nicht betroffen.
Daniel Vergote glänzte bei seinem ersten Ironman mit 9:41:13 h und blieb damit direkt unter der magischen 10‑Stunden‑Marke. Seine Splits: 1:13:02 h Schwimmen, 4:59:23 h Rad, 3:15:09 h Marathon. Er beschrieb das Rennen als „wilden Ritt mit vielen Höhen und Tiefen“.
André Schindler, der erst seit wenigen Jahren Triathlon betreibt, wollte vor allem ankommen – und übertraf sich selbst. Mit 11:27:49 h darf auch er sich nun stolz IRONMAN nennen.
Herzlichen Glückwunsch allen Athleten zu diesen beeindruckenden Leistungen. ht


