Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Heimsheim,
wie Sie der Presse in den letzten Wochen entnehmen konnten, gibt es seit der Zusammensetzung des neuen Gemeinderats im Sommer 2024 wiederholt Diskrepanzen zwischen Teilen des Gemeinderats in Bezug auf die Verwaltung und den Bürgermeister. Wir – die Fraktionen BfH und FfH – distanzieren uns von dem Vorgehen der anderen Fraktionen und beziehen Stellung zu aktuellen Themen in der Arbeit des Gemeinderates. Dabei ist es uns wichtig, das Bewusstsein für Verantwortung und Wohl der Zukunft im Städtle zu unterstreichen. Heute informieren wir zum Schleglerkasten und Grävenitzschen Schloss/Rathaus. Diese waren bereits mehrfach auf der Tagesordnung mit der Information, dass Handlungsbedarf bezüglich Sanierung und Brandschutz besteht. Bereits im Dezember 2024 waren wir durch externe professionelle Planer und Architekten in Kenntnis gesetzt worden, dass eine Betrachtung nur mit beiden Gebäuden als „Ensemble“ Sinn macht. Die Brandschutzdefizite, die beide Gebäude gleichermaßen betreffen, können mit einer Treppe als 2. Fluchtweg gelöst werden. Ein jüngst im Rathaus aufgetretener Wasserschaden aufgrund maroder Leitungen, beweist deutlich den Handlungsbedarf auch für das Grävenitzsche Schloss selbst. Eine Trennung Kasten/Schloss im Sanierungsvorgehen sowie zeitliche Verzögerungen sind schädlich, Förderungen des Landes sind zugewiesen und könnten bei einem zügigen konstruktiven Vorgehen eingesetzt werden. Sollten die anderen Fraktionen weiterhin an einer Beschneidung von Geldern und damit verbundenen zeitlichen Verzögerungen festhalten, stehen uns auch im Schloss dauerhafte Nutzungseinschränkungen bevor, die sowohl die Verwaltungsabläufe im Rathaus beeinträchtigen oder lahmlegen, als auch dauerhafte Schäden zur Folge haben. Die Umfänge solcher Projekte ziehen unabdingbar gesetzlich vorgeschriebene europaweite Ausschreibungen nach sich, die alleine schon mind. ein bis zwei Jahre dauern können. Über die Sanierung des Grävenitzschen Schlosses, in dem auch die Stadtverwaltung untergebracht ist, sollte daher schnell und ergebnisoffen diskutiert werden. Die BfH und die FfH sind an allen sinnvollen Lösungen und Alternativen interessiert. Denkmalgeschütze Gebäude, welche einen modernen Verwaltungsablauf und Bürotätigkeiten ermöglichen sollen, müssen die Anforderungen für Arbeitsschutz und IT-Infrastruktur sowie Brandschutzvorgaben erfüllen. Dies erfordert hohe Instandhaltungskosten, welche möglicherweise einen Neubau kostenmäßig erheblich übersteigen. Deshalb wollen wir auch untersucht und einen Vergleich haben, wie sich die Kosten einer Sanierung mit dem Zweck der Unterbringung der Stadtverwaltung und die Kosten eines Rathausneubaus darstellen. Eine Entscheidung ist damit längst nicht vorweggenommen. Vielmehr handelt es sich bei dem Vergleichen aller möglichen Alternativen und Varianten nach unserer Überzeugung um verantwortungsvolles Handeln im Sinne unserer Stadt und den Gemeinwohls. Fortsetzung folgt.
Ihre Bürger für Heimsheim und Frauen für Heimsheim
Gaby Wulff, Jürgen Gerhold, Dr. Petra Beermann und Linda Wulff