Der Weltbiodiversitätenrat IPBES tagte zuletzt 2024 in Windhuk, Namibia. Sein Resümee fiel erschreckend aus. Die Wissenschaftler und Fachleute des IPBES bezeichneten das momentane Artensterben als eines des größten Massenaussterbens seit dem Ende der Dinosaurier. Täglich sterben etwa 130 bis 150 Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich aus. In Deutschland ging die Insekten-Biomasse in 27 Jahren um 75 Prozent zurück. Weiterhin bezeichneten die Experten „Klima vs. Natur“ als ein Dilemma. Der IPBES weist ausdrücklich darauf hin, dass die Energiewende notwendig ist, aber der Ausbau unter keinen Umständen auf Kosten der biologischen Vielfalt gehen darf.
Das Abholzen von Wäldern für den Bau von Windkraftanlagen steht im Widerspruch zu den Zielen des Naturschutzes. Die Empfehlung des Weltbiodiversitätenrates ist eindeutig. Im Kontext der IPBES-Ziele befürworten Naturschutzexperten und Institutionen statt Abholzung den Ausbau der erneuerbaren Energien auf bereits versiegelten Flächen oder an Standorten mit geringer ökologischer Bedeutung – was unser Wald am „Hinteren Heuberg“ mit seiner Artenvielfalt definitiv nicht ist. Dies hat auch Dirk Bernd vom Gutachter-Büro FAUNISTIK bereits in seinem Naturschutz-Gutachten bewiesen. Auch der von der EnBW beauftragte Naturschutzexperte von Mailänder Consult musste Herrn Bernd zum Großteil recht geben. Dass so ein Projekt trotz der zahlreichen natur- und artenschutzrechtlichen Bedenken überhaupt genehmigungsfähig wäre, liegt allein daran, dass durch unseren ehemaligen Klima- und Wirtschaftsminister Robert Habeck per Gesetz sämtliche Natur- und Artenschutzbestimmungen so abgeschwächt wurden, dass es fast in jedem Schutzgebiet möglich wäre, Windkraftparks zu bauen – und zwar um jeden Preis.
Die Position des IPBES in dieser Sache ist: Eine nachhaltige Planung der Windkraftanlagen darf nicht zulasten der Wälder gehen! „Warum entgegen dieser Empfehlungen bereits 100 Hektar gesunder Staatswald zum Errichten von Windkraftanlagen in Baden-Württemberg gerodet wurden, ist unverständlich.“ Geplant ist, im Staatswald von Baden-Württemberg 1.000 neue Anlagen zu errichten. Dies entspricht laut einer Schätzung 1.900 Hektar Wald, der zu diesem Zweck gerodet werden sollen.
Diese Tatsachen lassen uns von „Gegenwind Weingarten“ zu dem Schluss kommen, dass wir diesen Irrsinn in Weingarten nicht mitmachen sollten und unseren Wald am Hinteren Heuberg nicht für eine verfehlte Standort-Energiepolitik verkaufen dürfen. Der Wald am „Hinteren Heuberg“ gehört zu unserer Heimat und ist nicht verkäuflich! Stimmen Sie bitte beim Bürgerentscheid mit NEIN und somit für unseren Heubergwald. (am)


