
Auch wenn selbst in Deutschland Kinder von Armut bedroht sind – 2023 waren es ca. 2,1 Millionen – ist es hier schwer vorstellbar, dass Kinder arbeiten müssen, um zum Familieneinkommen beizutragen, und deshalb keine Schule besuchen können. Obwohl die Weltgemeinschaft das Ziel hatte, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, wurde dies nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und sieben Jahren müssen weltweit arbeiten, 54 Millionen unter besonders harten und ausbeuterischen, oft sogar gefährlichen Verhältnissen.
Das Leitwort der 68. Aktion Dreikönigssingen hieß deshalb „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Die Beispielprojekte liegen in diesem Jahr in Bangladesch, wo Kinderarbeit noch traurige Realität ist. Viele Familien leben ohne geregeltes Einkommen, und wenn die Eltern krank werden, müssen die Kinder oft mitarbeiten, um das Überleben zu sichern. Bildung ist hier leider oft ein unerreichter Traum. Die Sternsinger gingen auch in diesem Jahr in beiden Ortsteilen in die Häuser, um die Segensformel CMB – Christus Mansionem Benedicat – (Christus segne dieses Haus) mit geweihter Kreide über die Haustür zu schreiben und Spenden zu sammeln. 40 Sternsinger waren es in Langenbrücken, die auch teilweise von Eltern begleitet wurden, und 35 Königinnen und Könige in Mingolsheim mit 15 Begleiterinnen und Begleitern.
Nach dem Aussendungsgottesdienst wurden die Kinder und Jugendlichen zunächst im Gemeinderaum von St. Vitus und im Edith-Stein-Haus von St. Lambertus wieder gut verköstigt, bevor sie bei Schnee und Eis loszogen. Sie sangen in den Häusern, und vor allem für ältere Menschen ist es jedes Jahr eine große Freude, die Sternsinger zu empfangen. Es ist schön und wichtig, dass es diese Tradition noch gibt, Kinder und Jugendliche ihre Zeit opfern und von vielen Helferinnen und Helfern unterstützt werden. (cm)