Die Einladung zur Entgegennahme des Stiftungspreises im Bischofshaus in Rottenburg durch Bischof Dr. Klaus Krämer haben wir gerne wahrgenommen und erlebten dort einen interessanten und beeindruckenden Nachmittag in festlicher Atmosphäre.
In seinen Ausführungen erläuterte der Bischof die „Stiftung Wegzeichen“ als Oberbegriff für „Wegzeichen – Lebenszeichen – Glaubenszeichen“, die in ihrer tieferen Bedeutung sicher jeweils auch als „Botschafter des Glaubens – und für christliche Kulturdenkmale“ bezeichnet werden können.
Die im Jahre 2006 vom damaligen Bischof Dr. Gebhard Fürst gegründete Stiftung hat die Aufgabe, die Pflege und den Erhalt der vielfältigen sakralen Gedenkstätten und Glaubenszeichen durch einen jährlich ausgelobten Stiftungspreis zu unterstützen. Eine derartige Einrichtung gibt es deutschlandweit nur in der Diözese Rottenburg/Stuttgart.
In ihrer Laudatio, in der die insgesamt 15 Objekte vorgestellt wurden, begründeten die Vorstände der Stiftung, Herr Jörg Sauter und Frau Sabine Langguth, die Auszeichnung bzw. den Stiftungspreis für das Degmarner Objekt analog der Stiftungsurkunde wie folgt:
Die Stiftung Wegzeichen – Lebenszeichen – Glaubenszeichen der Diözese Rottenburg Stuttgart verleiht der Ave-Glöcklein-Gruppe aus Degmarn bei Oedheim den Stiftungspreis 2025:
„Die Gruppe sanierte mit der Ölbergkapelle, der Krippenkapelle und der Auferstehungskapelle beeindruckende Zeugnisse des christlichen Glaubens. Die im Norden von Degmarn gelegenen – Ende des 19. Jahrhunderts errichteten – Kapellen sind ein Teil einer Gesamtanlage und etwas ganz Besonderes. Die Gesamtanlage ist mit verschiedenen Zugangsportalen, mehreren Kapellen, Heiligenfiguren und Bildstöcken, Grotten und Brunnen ein überaus beeindruckendes Element unserer christlichen Kulturlandschaft.
Die Ave-Glöcklein-Gruppe Degmarn kümmert sich seit mehr als 30 Jahren um die Erhaltung dieses besonderen Ortes und hat in diesem Jahr bei mehreren Arbeitseinsätzen und mit eigenen finanziellen Mitteln umfangreiche Sanierungs-, Restaurierungs-, Reparatur- und Reinigungsarbeiten in den Kapellen, bei den Figuren und im Außenbereich der Anlage vorgenommen“. Vorstand und Stiftungsrat danken herzlich für diese vorbildliche Initiative für ein herausragendes christliches Glaubenszeichen in unserer Diözese Rottenburg.
Beim anschließenden Stehempfang hatten wir Gelegenheit, uns mit Bischof Dr. Klaus Krämer über aktuelle Themen auszutauschen, die wir in weiteren Gesprächen mit den Stiftungsvorständen Herrn Sauter und Frau Langguth noch vertiefen konnten. Bei dieser Gelegenheit vermittelten wir Ihnen auch Einblick in unser Buch über die „Degmarner Missionare in fernen Kontinenten sowie Geistliche und Ordensschwestern aus und in unserer Gemeinde“, das in dieser Form im Bereich der Diözese wohl etwas Besonderes darstellt. In den nächsten Monaten werden wir unsere „sakralen Gedenkstätten“ mit Fotos und historischen Dokumenten auch im Begegnungscafé thematisieren.
Albert Bertsch


