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Stimmungsvolle Fastnacht im „Hasentreff“

Der Moderator Michael Jaletzky begrüßte kürzlich im gut gefüllten „Hasentreff“-Saal närrisch kostümierte Sänger. Das Musik-Trio ToKuVo hat...
Menschen erheben die Hände.
Volker Cestaro als Vorsänger.Foto: Horst Jacobowsky

Der Moderator Michael Jaletzky begrüßte kürzlich im gut gefüllten „Hasentreff“-Saal närrisch kostümierte Sänger. Das Musik-Trio ToKuVo hat sich inzwischen in ein Quartett verwandelt, denn Dieter Kuhn verstärkt das bisherige Trio Torsten Fetzner, Kurt Gärtner und Volker Cestaro. Deren Potpourri von stimmungsvollen Seemannsliedern motivierte die Sänger sofort zum Schunkeln. Ein Kurzprogramm der Entwicklungsgeschichte der Menschheit präsentierte Wilhelm Kleinhubbert aus seinen gesammelten Werken. Sein nüchternes Fazit; heute aktueller denn je: „Solange Menschen auf der Erde leben, wird es weltweit wohl keinen Frieden geben.“ Ursula Müller verbreitete mit ihrem gekonnten Büttenvortrag fröhliche Stimmung und ließ die Sorgen des Alltags vergessen. Ihre „Jungfernrede“ hielt Tina Schmidt mit dem Thema „Was ist die Großmutter?“ und stellte die Behauptung in den Raum, dass Großmütter alle Fragen beantworten können. Albin Sander unterhält die Sänger mit seinen Beiträgen seit der Gründung des Singkreises. Auch im Alter von fast 92 Jahren verbreitete er erneut Frohsinn und Lebensfreude. Seine Bemerkungen beim Thema „Der Busen“ zauberten bei den Besuchern mehr als nur ein zartes Lächeln auf die Lippen. Rita Kraft belebt die Szene immer wieder mit ihren gekonnt in Kur-Pfälzer Dialekt gedichteten Alltagsgeschichten. Ihr Bericht als Dachdeckerin, die von einem Flaschenzug mehrfach unsanft nach oben gezogen und sofort wieder nach unten fallengelassen wird, sorgte bei der Versicherung und den Zuhörern für Heiterkeit.

Eine lange Stafette von Schunkelliedern, die schon zum Standard bei Karnevalsitzungen gehören, erhöhte die Stimmung im Saal. „Schwarzbraun ist die Haselnuss“ und „Beim Hasenwirt ist heut Jubel und Tanz“ sind Beispiele bekannter Evergreens der Volksmusik. Eine besondere Attraktion war das „Gute-Laune-Lied“ mit Volker Cestaro als Vorsänger.

Über das besondere Volk „De Bänker“ und ihre weltweite Tätigkeit klärte Sandra Ehret in Hemsbäscher Muttersproch auf. Zwischendurch ließ sie immer wieder die Korken knallen. Diethard Kuttig bekannte mit seinem Vortrag „Der schöne Theodor“: „Drum ist für mich hier die schönste Stätte, hier bin ich Mensch, hier darf ich redde.“ Christa Henrich machte auf ein Dankbarkeitstagebuch aufmerksam und übermittelte die Botschaft: „Suche und entdecke den Segen, in deinem täglichen Leben“. Mit dem „Badnerlied“, einer Liebeserklärung an die Heimat, endete traditionell die Fastnacht der Hemsbacher Volks- und Wanderlieder-Sänger.

Am 4. März – wieder ab 18 Uhr – ist die Fortsetzung der Begegnung von sangesfreudigen Menschen, die nicht allein, sondern lieber unter Gleichgesinnten möchten sein. (hoja/red)

Erscheinung
exklusiv online
von Volksliedersingen HemsbachRedaktion NUSSBAUM
11.02.2026
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