Ende November, fand an der Nachbarschaftsgrundschule Betzweiler-Wälde/24-Höfe eine ganz besondere Feier statt: die Siegerehrung des landesweiten Schulradeln-Wettbewerbs. Obwohl an diesem winterlichen Nachmittag die Fahrräder daheimblieben, war die Aula gut gefüllt – neben Lehrern, Eltern und Geschwistern waren auch Bürgermeister Christoph Enderle und Ortsvorsteher Hans-Ulrich Wößner unter den Gästen. Selbst Landtagsmitglied Thomas Hentschel sowie der erste Landesbeamte und stellvertretende Landrat Reinhard Geiser waren gekommen, um den kleinen Radlern ihre Anerkennung zu zeigen. „Betzweiler ist einfach spitze“, sagte Enderle stolz und erntete nur Zustimmung.
Die kleine Grundschule hatte sich gegen 1306 andere Schulen in Baden-Württemberg durchgesetzt und den ersten Platz erreicht. Ausschlaggebend war die hohe Zahl aktiver Radelnder im Verhältnis zur Schülerzahl, denn insgesamt beteiligten sich 99 Radelnde. „Ein Riesenteam für unseren kleinen Ort“, betonte Schulleiter Simon Giebler stolz. Während der drei Aktionswochen im Juli hatten sie fast 9500 Kilometer zurückgelegt und damit rund 1,5 Tonnen CO₂ eingespart – ein eindrucksvoller Beitrag zum Klimaschutz.
Projektleiterin Maren Schumacher von „MOVERS – Aktiv zur Schule“ überreichte den frisch gravierten Wanderpokal. Außerdem erhielten die drei erfolgreichsten Familien im Schulteam Urkunden: Familie Oesterle führte mit über 1.600 Kilometern, dicht gefolgt von den Familien Mäder und Huber. Als weitere Belohnung darf sich die Schule über ein Schulhof-Highlight im Wert von 2.000 Euro freuen, das die Kinder mit auswählen dürfen. Und im Frühjahr 2026 wartet ein großer Radaktionstag.
Die Feier wurde von den Schülerinnen und Schülern musikalisch eingerahmt. Mit dem Lied „Komm, wir wollen Fahrrad fahren“ machten die Kinder deutlich, warum das Rad für sie das beste Verkehrsmittel ist. Ihr fröhlicher Gesang und die strahlenden Gesichter zeigten: Radfahren verbindet.
Zum Ausklang gab es für alle frische Belgische Waffeln – standesgemäß von einem Waffelfahrrad serviert – und die Möglichkeit, sich mit Pokal an der Fotobox ablichten zu lassen. Für die Nachbarschaftsgrundschule war dieser Nachmittag mehr als eine Siegerehrung – es war ein Fest der Gemeinschaft und der Freude am Radfahren.