Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 27. April einstimmig beschlossen, die Planungsleistungen für die Neu- und Umgestaltung der Tullastraße, der Straße Untere Reut sowie der Neunmorgenstraße auszuschreiben. Damit wird ein weiterer Schritt in der städtebaulichen Erneuerung des Quartiers vorbereitet. Die eigentliche Umsetzung der Baumaßnahme ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Das Sanierungsgebiet umfasst die drei Straßenzüge Untere Reut, Neunmorgenstraße und Tullastraße einschließlich der öffentlichen Stellflächen entlang des Freibads sowie der Freifläche vor der Festhalle Graben. Neben der Erneuerung der Verkehrsflächen sollen auch die Kanalisation und die Trinkwasserversorgung grundlegend angepasst werden. Die Kanalisation muss zur hydraulischen Leistungssteigerung ertüchtigt werden, die Trinkwasserleitungen sollen im Zuge der Maßnahme bis zu den Grundstücksgrenzen der Anlieger erneuert werden.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der künftigen Gestaltung der Parkplatzsituation am Freibad und der Freifläche vor der Festhalle. Dort sollen weiterhin Stellplätze zur Verfügung stehen, zugleich soll die Fläche aufgrund ihrer Lage eine höhere Aufenthaltsqualität erhalten. Insgesamt soll das Quartier deutlich mehr Grün erhalten. Auch Prinzipien der Schwammstadt, also der besseren Aufnahme, Speicherung und Versickerung von Regenwasser, sollen in die Planung einfließen.
In der Neunmorgenstraße soll geprüft werden, ob ein verkehrsberuhigter Bereich mit klar ausgewiesenen Parkflächen und neuem Straßenbegleitgrün umgesetzt werden kann. In der Straße Untere Reut werden ein geänderter Straßenverlauf, zusätzliche öffentliche Stellplätze und ebenfalls mehr begleitendes Grün untersucht. Aufgrund der Lage im Tiefgestade ist bei der Entwässerung mit erhöhtem Aufwand für Wasserhaltung und Auftriebssicherung zu rechnen.
Mit dem Beschluss beginnt nun die planerische Vorbereitung eines größeren Infrastrukturprojekts, das Straßenraum, technische Versorgung und Aufenthaltsqualität gemeinsam in den Blick nimmt.