
Auch in diesem Jahr begaben sich die Spanisch-Schüler:innen der Klasse 9a wieder auf eine unvergessliche Fahrt nach Madrid, natürlich mit dem Ziel, die Sprache vor Ort zu erleben, eigene Sprachkenntnisse zu vertiefen und dabei kulturelle Einblicke zu gewinnen. Alle freuten sich auf fünf Tage voller Sightseeing, kulturelle Einblicke, Abenteuer und Gemeinschaft. Los ging es am 3. Februar. Die Lufthansa brachte uns 18 Schüler:innen mit den beiden Lehrerinnen Amand Rau und Beate Nikitka nach Madrid an den „Aeropuerto Adolfo Suárez Madrid-Barajas".
Die ersten Schritte auf spanischem Boden führten die Klasse 9a in Richtung des Hostels Room00 Gran Vía, das sich mitten im Zentrum befand. Dort angekommen bezogen alle ihre Zimmer und wir starteten voller Vorfreude unsere erste Tour durch einen spanischen Markt, den „Mercado San Antón“. Der Aussichtsturm „Mirador del Palacio de Cibeles“ im Viertel Gran Vía sollte im Anschluss daran der nächste Stopp sein, doch aufgrund technischer Probleme war dieser geschlossen. Aber perfekt vorbereitet boten die beiden Lehrerinnen das Kunstmuseum, welches im gleichen Gebäude war, als Alternative an. Den ersten Abend mitsamt seinen Eindrücken ließen wir beim Abendessen und gemütlichen Beisammensein im Hostel ausklingen.
Am nächsten Morgen ging es nach einem gemeinsamen Frühstück früh los. Auf dem Programm stand eine zweistündige Stadtführung – natürlich auf Spanisch. Wir bekamen einen umfassenden Einblick in die Geschichte Madrids mitsamt seinen Sehenswürdigkeiten, Hotspots und Insidertipps. Die interessantesten Ecken durften wir dann direkt auch selbst erkunden. Manche besuchten die besonderen Bauten noch einmal, aber einige flanierten auch durch die belebten Straßen Madrids, genossen einen Matcha-Latte oder gingen shoppen. Als besonderes Highlight besuchten wir alle gemeinsam die Wachablösung des Palacio Real – eine Zeremonie, die nur einmal im Monat stattfindet und von einem unglaublichen Aufgebot an Wachen und Polizisten begleitet wird. Eine große Menschenmenge verfolgte diesen spektakulären, von Musik begleiteten Prozess gespannt und genoss die feierliche Atmosphäre.
Tag drei stand im Zeichen des Sports. Wer kennt ihn nicht – Real Madrid, einer der wohl bekanntesten Fußballclubs der Welt. Natürlich sind auch in der 9a einige Fußballbegeisterte, und somit ermöglichten die Lehrerinnen allen, die wollten, einen Einlass mit Führung durch das europaweit größte Stadion „Estadio Santiago Bernabéu“. Eine echte Sensation für die Fußballfans der 9a. Danach ging es mit der Metro, dem typischen Fortbewegungsmittel der Hauptstadt, weiter zur Reina Sofía. Eines der bekanntesten Kunstmuseen der Stadt, welches bekannt ist für die spanische Kunst von Picasso, Dalí und vielen weiteren bekannten Künstlern. Am Abend durfte die 9a mit leckeren Tapas in die kulinarische Seite der spanischen Kultur eintauchen. Im „Museo del Jamón“ (wobei es sich hier keinesfalls um ein Museum handelt, sondern um ein Restaurant) konnten wir beispielsweise tortillas, croquetas, jamón serrano, patatas bravas y quesomanchego probieren.
Am Freitag, dem vorletzten Tag in Madrid, ging es zum Kulturzentrum „Matadero“, welches ein alter Schlachthof ist. Das Wetter blieb leider weiterhin ungewöhnlich nass für diese Jahreszeit und machte dem Ursprungsplan einen Strich durch die Rechnung. Denn eigentlich stand Fahrradfahren im „Madrid Río“ auf dem Programm, einem Park, der nach der Stilllegung des Flusses „Manzanares“ angelegt wurde. Doch aufgrund des Regens und starken Windes waren alle Parks geschlossen. Anschließend führten uns Frau Rau und Frau Nikitka ins Avatar-Museum, ein spannendes Mitmach-Museum, das Besucher in die Welt der Avatare eintauchen lässt. Nach den Fußballfans kamen also dieses Mal die begeisterten Avatar-Fans voll auf ihre Kosten.
Die Tage vergingen wie im Flug und so stand schnell schon der Samstag, der Abreisetag, an. Vor dem Heimflug besichtigten wir jedoch noch den Prado, eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, mit seiner unglaublich beeindruckenden Fassade. Es stellt Werke aus dem 16. bis 19. Jahrhundert aus. So lernten wir Werke von Diego Velázquez, Francisco de Goya und Hieronymus Bosch kennen. Als Abschluss durften wir noch letzte Impressionen auf eigene Faust sammeln, bevor es in Richtung Heimat ging. Die Klasse 9a blickt zurück auf 5 wundervolle Tage und bedankt sich herzlich bei den beiden Lehrerinnen Frau Rau und Frau Nikitka für ihre Begleitung und ihr Engagement. Ohne sie wäre diese unvergessliche Reise nicht möglich gewesen. Es war eine spannende Zeit, in der die Klasse zusammengewachsen ist, jeder für sich viel gelernt hat und wir der spanischen Kultur und Sprache ein Stückchen nähergekommen sind. (Von Luisa Roth, Tarja Gaber und Johanna Käpplinger, 9a)