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SWDKO startet mit Reto Bieri als Artist in Residence in die Spielzeit 2026/27

Neuer Klang, neue Nähe Spürbar spannender Aufbruch beim Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim (SWDKO): Mit neuer musikalischer Leitung, frischen...

Neuer Klang, neue Nähe

Spürbar spannender Aufbruch beim Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim (SWDKO): Mit neuer musikalischer Leitung, frischen Formaten und einer klaren strategischen Neuausrichtung zwischen künstlerischer Exzellenz und regionaler Verankerung setzt das Ensemble neue Akzente. Heute stellte das SWDKO im Rahmen eines Pressegesprächs seine Spielzeit 2026/27 vor und machte dabei deutlich, dass es mutig und mit neuer Energie vorangeht.

Kulturbürgermeister Tobias Volle, Vorsitzender des Verwaltungsrats, ordnet die Bedeutung ein: „Uns erwartet eine spannende Spielzeit. Das SWDKO hat einen neuen Markenauftritt, mit neuem Logo und Corporate Design. Es konzentriert sich konsequent auf seine Stärken als Kammerorchester und ist dabei lebendiger Teil unserer Stadtgesellschaft.“

Reto Bieri: Ein Künstler, der Grenzen verschiebt

Mit Reto Bieri übernimmt in der kommenden Spielzeit ein international profilierter Musiker die künstlerische Leitung. Der Schweizer Klarinettist und Dirigent steht für ungewöhnliche Programme und interdisziplinäre Denkansätze. „Mich interessiert Musik nicht als abgeschlossenes System, sondern als offener Raum“, sagt Bieri. „Der Mensch steht dabei an erster Stelle. Ich möchte, dass Zuhörer mit unseren Konzertprogrammen in eine Welt gelangen, die mit unserem Leben zu tun hat.“

Bieris künstlerisches Profil wurde von außergewöhnlichen Persönlichkeiten geprägt wie György Kurtág, Nikolaus Harnoncourt oder Heinz Holliger. Doch auch Lehrer aus ganz anderen Bereichen beeinflussten Reto Bieris Denken und Musizieren wie der Clown Dimitri, Pater Werner Hegglin und der Schriftsteller Peter Bichsel. Bieri bringt bewusst neue Perspektiven in die Arbeit des Orchesters ein.

Mehr Nähe, neue Strukturen: Das Orchester rückt zusammen

Intendantin Anna Becker setzt in der Spielzeit 2026/27 unter dem Motto „Ferne, so nah!“ gezielt auf eine stärkere Verbindung zwischen Orchester und Publikum. Die Abonnementkonzerte am Sonntag beginnen dabei in der kommenden Spielzeit bereits um 18 Uhr und damit eine Stunde früher als bisher. Neue Konzertformate und bewusst kleinere, dichtere Aufführungssituationen sollen die Nähe fördern.

„Wir wollen nicht nur für unser Publikum spielen, sondern mit ihm in Beziehung treten“, betont Becker. „Dazu gehört auch, dass wir unsere Formate hinterfragen und neue Wege gehen, sowohl räumlich als auch inhaltlich.“

Die Spielzeit löst sich von klassischen Reihenstrukturen und setzt auf thematische Schwerpunkte: In „Sous Le Ciel“ etwa verbinden sich Gesang, Klavier und Akkordeon mit dem Philharmonia Chor Stuttgart zu einem farbenreichen Klangraum unter der Leitung von Reto Bieri. „Als wir noch Bäume waren“ setzt mit zwei Violoncelli, Klarinette und der Chorakademie Pforzheim auf eine ungewöhnliche Besetzung zwischen archaischer Klanglichkeit und moderner Chorästhetik. In „Hinter den Blitzen Blau“ treffen Sopran, Streichquartett und Klarinette aufeinander und entfalten mit Ruby Hughes und dem Streichquartett Quatuor Ardeo ein Programm zwischen lyrischer Intensität und expressiver Klangforschung.

Neben den sechs Abonnementkonzerten als künstlerischem Kern wird es Stadtteilkonzerte in Büchenbronn, Huchenfeld und Eutingen geben. Vermittlungsformate werden gestärkt und neue Präsentationsformen etabliert. Besonderer Fokus liegt auf der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg entsteht unter anderem die Produktion „Der Schaufensterkönig“, welche speziell den Brötzinger Probenraum des Orchesters als Spielort nutzt. Im Konzert „SWDKO goes Modern Beats“ trifft Johann Sundermeier an der Blockflöte auf elektronische Klangwelten und verbindet in „La Notte – Vivaldi goes Modern Beats“ barocke Strukturen mit zeitgenössischer Klangästhetik. Das eigens konzipierte Auftragswerk versteht sich ausdrücklich als Angebot an Schulklassen weiterführender Schulen, klassische Musik in einem neuen, unmittelbaren Hörerlebnis zu entdecken.

Das Angebot für Kinder- und Jugendkonzerte wird in der kommenden Spielzeit konsequent fortgeführt. Neben dem Familienkonzert „Juris kleine Meerjungfrau“ mit Erzähler und Moderator Juri Tetzlaff stehen auch die Konzerte für Schulklassen „Das Geheimnis der kleinen Nachtmusik“, „Post für den Tiger“ und „Worte tanzen zur Musik“ auf dem Programm.

Kooperationen stärken die Region

Auch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wird intensiviert. Prof. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim, unterstreicht die Bedeutung dieser Kooperationen: „Wenn künstlerische Praxis und Ausbildung ineinandergreifen, entstehen Räume, die weit über das Einzelprojekt hinauswirken. Das SWDKO ist hier ein zentraler Impulsgeber.“

Gemeinsame Projekte – etwa im Bereich Musiktheater oder Vermittlung – zeigen, wie eng das Orchester mit der Bildungslandschaft der Region verzahnt ist. Das Musikpuppenspiel „Der Wolf und die sieben Geißlein“ von Alexander Litvinovsky (*1962) feiert am 16. Oktober im Alten Schlachthof Pforzheim Premiere und wird anschließend in sieben weiteren Orten in Baden-Württemberg gezeigt. Ermöglicht wird das Projekt durch die Förderung der Baden-Württemberg Stiftung sowie durch das Programm „Junge Kultur“ des Kulturamtes der Stadt Pforzheim.

Freundeskreis: Engagement für die Zukunft

Der Freundeskreis begleitet die Entwicklung des SWDKO aktiv. In seiner Funktion als 2. Vorstand des Freundeskreises sagte Prof. Ulrich Jautz: „Wir freuen uns, wenn das SWDKO als Botschafter rausgeht und auch an renommierten Orten der Klassikwelt spielt. Für das Gastspiel in Berlin fördert der Freundeskreis die Unterkünfte.“

Überregionale Präsenz: Gastspiel in der Berliner Philharmonie

Ein besonderes Ausrufezeichen setzt ein Gastspiel in der Philharmonie Berlin am 23. November, bei dem Nils Mönkemeyer (Viola), Arabella Steinbacher (Violine), Pablo Barragán (Klarinette), Katharina Ruckgaber (Sopran) und Mona Asuka Ott (Klavier) unter der Leitung von Johannes Moesus auftreten. In Kooperation mit dem Verein Gute Tat e. V. und dem Freundeskreis des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim präsentiert das Ensemble damit einen hochkarätig besetzten Konzertabend in einem der bedeutendsten Konzerthäuser Europas.

Neuer Auftritt: Eine geschärfte Marke

Parallel zur inhaltlichen Weiterentwicklung präsentiert sich das Orchester auch visuell neu. Ein überarbeitetes Corporate Design mit klarer Formsprache und moderner Ästhetik soll die Identität des SWDKO künftig stärker nach außen tragen. „Wir bauen an einer Marke, die wiedererkennbar ist und zugleich offen für Entwicklung bleibt“, so Becker. Zu den starken Partnern zählen auch in der Spielzeit 2026/27 die Jolanda Rothfuß Stiftung, die Gebrüder Schaich-Stiftung, die Werner Wild Stiftung, das Kulturamt der Stadt Pforzheim, die Junge Kultur sowie die Pforzheimer Zeitung. Neu hinzugekommen als Partner sind die Baden-Württemberg Stiftung und die BW Bank.

Präsentationen

Das SWDKO stellt ausgesuchte Projekte zudem in eigenen Formaten vor: Am 22. September findet im Reuchlinhaus Pforzheim unter dem Titel „Auftakt und Rückblick“ die Präsentation eines Dokumentarfilms von TV BW über das SWDKO Pforzheim sowie ein Kurzkonzert mit anschließendem Sektempfang statt. Bereits am 20. September wird die Spielzeit durch Intendantin Anna Becker unter dem Titel „Wein und Musik“ in Vaihingen/Enz vorgestellt, begleitet von einem Konzert des Streichquartetts. Den Abschluss bildet im Alten Schlachthof Pforzheim die Präsentation des Kinder- und Jugendprogramms im Rahmen der Aufführung von „Der Wolf und die sieben Geißlein“.

Mit den jährlichen „Danke-Konzerten“ bedankt sich das Orchester bei seinen Förderern und Sponsoren mit exklusiven, nur auf Einladung zugänglichen Veranstaltungen. Im Reuchlinhaus erklingt Franz Schuberts „Winterreise“ mit Bassbariton Thilo Dahlmann (Freundeskreis), im PZ-Forum folgt Alexander Glasunows Konzert für Saxophon und Streichorchester mit Dmitry Pinchuk (Pforzheimer Zeitung).

Erstmals gemeinsames Neujahrskonzert

Das SWDKO und die Badische Philharmonie Pforzheim gestalten gemeinsam ein festliches Neujahrskonzert. Unter der Leitung von Pforzheims Generalmusikdirektor Daniel Inbal wird am 3. Januar 2027 ein besonderer Konzertabend entstehen für einen glanzvollen Start ins neue Jahr.

Karten sichern

Neue Abonnements können ab sofort direkt über die Geschäftsstelle des Kammerorchesters (Telefon 0 72 31 / 46 46 44, E-Mail: info@swdko-pforzheim.de) erworben werden, ab 1. August gibt es Einzeltickets auch online unter www.swdko-pforzheim.de und bei allen Reservix-Vorverkaufsstellen, wie etwa dem Kartenbüro im Turmquartier Pforzheim.

Weitere Informationen, Termine und Tickets unter: www.swdko-pforzheim.de

Die sechs Abonnementkonzerte im Überblick:

  • 1. Abonnementkonzert: Stille, fernster Rückruf am Sonntag, 11. Oktober 2026, 18.00 Uhr
  • 2. Abonnementkonzert: Sous le Ciel am Sonntag, 15. November 2026, 18.00 Uhr
  • 3. Abonnementkonzert: Als wir noch Bäume waren am Sonntag, 24. Januar 2027, 18.00 Uhr
  • 4. Abonnementkonzert: Play! am Sonntag, 21. Februar 2027, 18.00 Uhr
  • 5. Abonnementkonzert: Tiefes Licht am Sonntag, 15. März 2026, 18.00 Uhr
  • 6. Abonnementkonzert: Hinter den Blitzen Blau am Sonntag, 18. April 2027, 18.00 Uhr

Erscheinung
Neues aus dem Stadtteil Büchenbronn
NUSSBAUM+
Ausgabe 17/2026
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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