Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) hat den Tag der Artenvielfalt in Baden-Württemberg im Jahr 2022 ins Leben gerufen. Mit dem landesweiten Aktionstag möchte der LNV Bewusstsein für die Naturschätze Baden-Württembergs schaffen und die Themen Biodiversität und Artenkenntnis in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rücken. Am „Tag der Artenvielfalt“ dreht sich alles um die faszinierende Vielfalt der Arten im „Ländle“.
Auf der Karte auf der Internetseite des LNV findet man zahlreiche Veranstaltungen, so auch in Mannheim und Heidelberg.
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg hat mit dem Tag der Artenvielfalt eine beeindruckende Plattform geschaffen, die Menschen im ganzen Land dazu einlädt, die Natur vor ihrer Haustür neu zu entdecken. Mit mehr als 200 Veranstaltungen im vergangenen Jahr wurde deutlich: Das Interesse an unserer Artenvielfalt nimmt zu und auch das Bewusstsein für ihre Bedrohung wächst. Der Verlust von Lebensräumen, der Rückgang von Insekten und die Auswirkungen des Klimawandels gefährden das Gleichgewicht unserer Ökosysteme – die Herausforderungen sind groß. Doch ebenso groß ist die Chance, gemeinsam etwas zu bewegen.
Aus Anlass des Tages der Artenvielfalt möchte der BUND Sandhausen auf die Fledermauspopulation in Sandhausen und dem Sandhäuser Wald hinweisen. Wenn man an Sandhausen denkt, so stehen die beeindruckenden Flugsanddünen und ihre besondere Vegetation an erster Stelle. Aber wir haben hier im Gemeindegebiet fünf interessante Fledermausarten in Wald und Gärten:
Bechsteinfledermaus, Braunes Langohr und Kleinabendsegler leben in dem typischen Arteninventar älterer Laubmischwälder in der Hardt. Vorkommen der Bechsteinfledermaus sind besonders interessant, da diese Fledermausart als Art des Anhangs II der Natura 2000-Richtlinie einen besonderen Schutzstatus besitzt.
Von zwei weiteren Fledermausarten, Zwerg- und Breitflügelfledermaus, wird der Sandhäuser Wald als Jagdgebiet genutzt. Beide Arten haben ihre Quartiere in der Regel an Gebäuden im Siedlungsgebiet und fliegen den Wald nur zur Jagd an.
Gerade diese beiden Arten sind jetzt auch an warmen Sommerabenden in der Abenddämmerung im Garten zu sehen oder über freien Flächen wie dem Schulhof. Gegen den fahlblauen Himmel der Dämmerung sind sie gut zu sehen. Die scheuen Waldfledermäuse sieht man nicht so gut, weil man sie nicht gegen einen hellen Himmel beobachten kann und sie erst bei völliger Dunkelheit losfliegen. Trotzdem sind sie da und bereichern unsere Natur. Und sie fressen Stechmücken!
C. Kienle
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