Am Samstag, 20. Juni läuft am Biddersbach die zweite Gewässeruntersuchung in diesem Jahr. Die erste im April brachte unerwartet schlechte Ergebnisse, die auf eine Pestizid-Belastung in den 9 Monaten zuvor hindeuten. Deshalb sind die Mitarbeiter dieses FLOW-Projektes gespannt, ob sich der Befund bestätigt.
Ebenfalls am Samstag findet in Baden-Württemberg zum fünften Mal der Tag der Artenvielfalt statt. Deshalb lädt Sie der BUND ein, den FLOW-Mitarbeitern bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Das lohnt sich während der Zeit, in der die am Bachgrund lebenden Kleintierchen (das "Makrozoobenthos") bestimmt, also verschiedenen Arten zugeordnet werden. Das passiert mit Hilfe von Binokularlupen, die die nur Millimeter großen Individuen stark vergrößern. Sie können sich also mit Expertenunterstützung ein Bild von der Artenvielfalt im Bachboden machen.
Natürlich müssen die Lebewesen zuerst vormittags nach verbindlichen wissenschaftlichen Methoden gefangen werden, das passiert an der immer gleichen Untersuchungsstrecke etwa 200 Meter oberhalb des Hochwasserdamms Brühl. Dort können Sie aber noch kaum etwas sehen, kommen sie deshalb im Zeitraum 13-15 Uhr zur Bestimmung ins Bürgerhaus (Bürgersaal) ein. Im Bild sehen Sie eine Sammelprobe vor der Bestimmung.
Ein Ergebnis steht erst fest, wenn die gefundenen Arten in eine bundesweit genutzte Online-Datenbank eingegeben sind, das dauert einige Tage. Sie können das dann in der Presse lesen.
Ulrich Buck, BUND Wiesenbach


