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Positive Gedanken und glücklich sein

Tag der Frau wurde mit vielen Veranstaltungen begangen

Jedes Jahr wird am 8. März der internationale Frauentag gefeiert. Eine gute Gelegenheit, um auf die vielen Erfolge von Frauen zu blicken.
Zwei Frauen und ein Mann trommeln am Altar.
Nigerianische Ordensschwestern und Mitbürger freuten sich, Afrika nach Bad Schönborn zu bringen.Foto: cm

Im Fokus stehen aber auch die Probleme, die Frauen weltweit haben, Gewalt, Diskriminierung und dass Gleichberechtigung noch immer alles andere als selbstverständlich ist.

Erstmals fand der internationale Frauentag am 19. März 1911 statt im Kampf um die Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen sowie die Emanzipation von Arbeiterinnen. Gerade, wenn der Weltfrauentag am Tag einer Landtagswahl stattfindet, sollte einem bewusst werden, wie lange auch Frauen in Deutschland nicht wählen durften. Obwohl der Weltgebetstag (WTG) und der internationale Frauentag unterschiedliche Ursprünge habe, sind sie eng miteinander verbunden, da sie ein Zeichen für Solidarität unter Frauen setzen und wenn auch auf unterschiedlichen Wegen für deren Rechte kämpfen.

Weltgebetstag

In diesem Jahr war Nigeria das Themenland des Weltgebetstags, der immer am ersten Freitag im März in bis zu 170 Ländern gefeiert wird. Das Team von Sankt Lambertus war für die Ausrichtung verantwortlich, aber in ökumenischer Gemeinschaft gestalteten die drei katholischen, die evangelische, die Freie evangelische und die Neu-Apostolische Gemeinde den Gottesdienst. Wieder einmal hatte eine Band, diesmal aus Sankt Lambertus, die wunderschönen, teilweise eigens komponierten Lieder einstudiert und begleitete sie mit Instrumenten wie Gitarre, Flöte, Geige, Akkordeon und natürlich Trommeln. Mit großer Freude brachten auch aus Nigeria gebürtige Ordensschwestern, die in Mingolsheim arbeiten, und eine nigerianische Familie ihr Heimatland nach Bad Schönborn, wie man schon beim temperamentvollen Einzug sehen konnte. Viel erfuhr man über das Land, das viermal so groß wie Deutschland ist, in dem rund 240 Millionen Menschen leben, 500 Sprachen gesprochen werden und eigentlich reich ist. Voller Demut hörte man, wie schwer es die Frauen haben, dass verwitwete Frauen am Rande der Gesellschaft leben und wie gefährlich es ist, seinen Glauben zu leben. Die rund 250 Besucherinnen und auch einige Besucher sangen und beteten gemeinsam und durften auch ihre Sorgen in Form eines Steins an den Altar tragen. Unter das Thema „Kommt! Bringt eure Last“, angeregt von Matthäus 11,28, hatten die Frauen in Nigeria den Gottesdienst vorbereitet. Wie immer gab es im brechend vollen Edith-Stein-Haus danach noch ein liebevoll vorbereitetes landestypisches Buffet, die Gelegenheit beim Weltladen einzukaufen und viele gute Gespräche. Das Themenland im nächsten Jahr wird Nepal sein.

Interkulturelles Frauencafé

Im ebenfalls gut besuchten interkulturellen Frauencafé, das am Morgen im Familienzentrum stattfand, ging es passend zum Weltfrauentag um das Thema, wie man etwas glücklicher werden kann. Wieder konnte mit Verena Bach eine Referentin aus den eigenen Reihen gewonnen werden. Sie ist zertifizierter Bewusstseinscoach und NLP Master (neurolinguistisches Programmieren), das heißt sie beschäftigt sich mit Techniken, die dabei helfen, Muster in unserem Verhalten positiv zu verändern.

Nett mit sich selbst sein ist dabei ein wichtiges Werkzeug, denn niemandem hört man so viel zu wie sich selbst, machte sie aufmerksam. Oft und viel lachen, auch ohne Grund, Botschaften an den Spiegel stecken und die Schultern nicht hängen lassen waren viele Mittel, die man einfach umsetzen kann, wenn man an sie denkt. Bach erklärte, wie man ein positives Mindset erzeugen kann. Dabei entstand ein reger Austausch. Eigene Strategien wurden besprochen und auch über Themen wie Altersarmut gesprochen, die leider meist Frauen betrifft.

Das interkulturelle Frauencafé findet einmal im Monat, freitags von 9 bis 11 Uhr im Familienzentrum Langenbrücken statt. (cm)

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
09.03.2026
Orte
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