In der Nachkriegszeit entstand um den evangelischen Schweizer und Pfarrerssohn Roger Schutz in Taizé in Frankreich, nördlich des Klosters Cluny, die erste ökumenische Brüdergemeinschaft der Kirchengeschichte. Taizé ist inzwischen und bis heute ein spiritueller Ort und Kraftquell für viele Tausende, insbesondere junge Menschen, die ihn jährlich besuchen.
Mit seinen Glaubensbrüdern entwickelte Frère Roger eine besondere Form der Andacht, bei der sich im dortigen Tagesablauf drei Mal täglich die Brüder der Gemeinschaft und alle Besucher zum gemeinsamen (in vielen verschieden Sprachen) Singen und Beten zusammenfinden: Das Taizé-Gebet.
Biblische oder poetische Lesungen und Psalmen wechseln mit „Taizé - Gesängen“, die auch unserer Kirchengemeinde vertraut sind, wie „Laudete Omes gentes“, „Ubi caritas“ oder „Meine Hoffnung und meine Freude“ ab. Diese vierstimmigen Gesänge werden mehrfach wiederholt, variiert, mit Oberstimmen ergänzt und wirken in der Stille nach.
Der Kirchenchor Oberboihingen lädt am Sonntag, 17. Mai 2026 um 18 Uhr in die Bartholomäuskirche zu einem solchen gemeinsamen Taizé-Gebet ein.
