Was Hans in der Tasche hat …
… ist alles, nur kein Taschentuch. Dass dies nicht nur im übertragenen Sinn zutreffend gemeint ist, haben wir diese Woche im Garten festgestellt. Kind X kommt zu Frau T. und sagt: „Y hat mein Kohlestück weggenommen, mit dem wollte ich Z ein Tattoo auf die Hand malen.“ Y kommt und der Beschwerdeführer sagt zu ihm: „Leer deine Taschen aus. Alles raus!“ O, Wunder, Y tut wie geheißen und fasziniert verfolgen Frau T. und interessierte Kinder, wie Y – Mary Poppins gleich – seine Jackentaschen leert; es nimmt kein Ende. Frau T. macht ein Foto, nachdem alles sortiert und geordnet auf der Bank liegt: drei zusammengefaltete Din-A 4 Blätter (auf der einen Seite „Schatzkarten“, auf der anderen Rezepte), ein Bauhaus-Bleistift, vier größere Holzstücke und drei kleinere, ein halber Tannenzapfen, vier Bonbons (eins mit Spinnen, zwei mit Fledermäusen und eins mit einem Kürbis auf dem Einwickelpapier – offensichtlich Überreste von Halloween, wohl als Notration gedacht), die Hälfte einer Walnussschale und die Splitter der zweiten Hälfte, sieben Steine in diversen Größen, Formen und Farben, Moosbüschelchen und – ganz zuunterst – zwei fast mikroskopisch kleine, schwarze Krümel, die gesuchten Kohlestückchen. Die Jungs einigen sich, dass jeder einen der Krümel behalten darf, dann verschwindet alles wieder in den Jackentaschen. Alles, nur kein Taschentuch.