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Donnerstag, 07.05.
9:30 Uhr Gesprächskreis
Was bringt dich zum Staunen?
Kürzlich habe ich eine ältere Frau besucht. Mit großer Freude zeigte sie mir ihre Amaryllis auf der Fensterbank: „Schau nur, wie schön sie blüht!“ Ich bin eigentlich kein großer Blumenfan – und doch hat mich ihr Staunen berührt. Es hat mich nachdenklich gemacht: Was bringt mich eigentlich noch zum Staunen?
Vielleicht sind es besondere Momente – ein starkes Tor im Sport, ein beeindruckendes Kunstwerk, eine unerwartete Großzügigkeit. Oder die Schönheit der Natur: ein Regenbogen, eine weite Landschaft, das Zwitschern der Vögel am Morgen. Staunen hat immer einen Auslöser. Etwas, das mich innehalten lässt – und mich daran erinnert: Mein Leben ist mehr als Alltag.
In der Bibel lesen wir, dass Menschen über Jesus gestaunt haben. Über seine Worte, seine Taten – über ihn selbst. Zum Beispiel, als er einen Gelähmten geheilt hatte, heißt es im Markusevangelium: „Da stand der Mann auf, nahm seine Matte und ging vor den Augen der ganzen Menge hinaus. Alle waren außer sich vor Staunen; sie priesen Gott und sagten: „So etwas haben wir noch nie erlebt.“ (Markus, 2, 12; NGÜ)
Und genau hier wird es für mich persönlich, nämlich mit der Frage: Wo können andere durch mich über Jesus staunen? Nicht durch etwas Großes oder Spektakuläres – sondern oft durch die kleinen, echten Dinge. Z. B. wenn ich gastfreundlich bin, wenn ich freundlich rede, wenn ich großzügig teile, wenn ich barmherzig handle, wenn ich ganz praktisch helfe usw. Das sind alles keine Kleinigkeiten, sondern Spuren Gottes im Alltag. Und genau dort geschieht etwas: Menschen merken plötzlich: „Hier ist mehr … hier wirkt Gott.“ In all dem muss ich nicht perfekt sein. Ich darf einfach mein Leben mit Jesus leben – und Gott gebraucht genau das.
Jörg Breitling
