
Mit dem 3. Fastensonntag beginnen die drei johannäischen Evangelien, mit denen die Taufbewerber in der frühen Kirche auf Ihre Taufe in der Osternacht vorbereitet werden. Exemplarische Menschen des Glaubens werden ihnen in einer steigernden Christusoffenbarung zuteil: am 3. Fastensonntag (Joh 4) das Gespräch Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen über das „Wasser des Lebens“, am 4. Fastensonntag die Heilung des Blindgeborenen (Joh 9) mit dem „Licht des Glaubens“ und am 5. Fastensonntag die Auferweckung des Lazarus (Joh 11) mit der „Verheißung“ des Glaubens.
So wurden die Taufbewerber schrittweise auf die Bedeutung ihrer Taufe hingewiesen.
Wasser aus dem Felsen
Dem nach Wasser dürstenden Volk Israel wird in der Wüste durch Mose eine Quelle aus dem Felsen geschlagen.
Dieses Ereignis deutet hin auf die Quelle der Taufe, auf das Wasser, das uns ewiges Leben schenkt.
„Wer von diesem Wasser trinkt, wird nie mehr dursten“.
Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
So deutet Paulus für uns die Taufe.
Unser nächstes Orgelkonzert findet am Sonntag, 08.03.2026, in der Sankt-Maria-Kirche in Schramberg statt. Der Organist Dr. Jan-Piet Knijff spielt Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann und Max Reger.
Dr. Jan-Piet Knijff wurde 1966 in Haarlem, Niederlande, geboren. Seinem Vater verdankt er die Liebe zu Musik und Sprache. Nach dem Abitur am humanistischen Gymnasium studierte er Orgel bei Piet Kee und Dr. Ewald Kooiman und außerdem Cembalo, Klavier, Kirchenmusik und Musikwissenschaft.
1997 gewann er sowohl den 1. Preis als auch den Publikumspreis beim Bach-Wettbewerb Lausanne, 1999 folgte die Auswanderung in die USA. Dort promovierte er an der City University of New York. Er war Kantor an verschiedenen Kirchen, Musikdirektor einer Synagoge und lehrte Orgel, Cembalo, Hammerflügel, Kammermusik, Musikgeschichte, Aufführungspraxis und Musiktheorie. Als Bariton übernahm er Solopartien in drei Opern von Gilbert und Sullivan sowie in Bachs Johannes-Passion.
Während eines zweijährigen professionellen Aufenthaltes in Australien präsentierte er fast hundertmal „Jan-Piet's Choice“, eine Art musikalische Talkshow, und gestaltete vier Festivals mit Musik von Beethoven, Brahms, Dvorak, französischen und englischen Komponisten. Zurück in Amerika absolvierte er noch einen Master in Altphilologie. Für eine Kirche in New York vermittelte er eine historische englische Orgel.
Seit 2018 lebt Jan-Piet Knijff wieder in Europa. Neben seinen Aktivitäten als Musiker unterrichtet er Niederländisch, Latein, Altgriechisch, Französisch, Englisch, Orgel und Klavier.
Auf ihr Kommen freuen wir uns!
Für den Verein Schramberger Orgelkonzerte, Klaus Moosmann
Fastenzeit –Zeit der Umkehr und Versöhnung Bußgottesdienst Palmsonntag, 29. März 18 Uhr in St. Maria |
Nachdem auch im letzten November die Gebete in der Frühe während der FriedensDekade gut angekommen sind und die Atmosphäre und die Stille als Start in den Tag so positiv wahrgenommen wurden, wird seit Freitag, 20. Februar bis 27. März jeden Freitagmorgen von 7.00 Uhr bis 7:30 Uhr zu einem Friedensgebet in den Turm der St. Maria Kirche eingeladen.
Die Fastenzeit soll bewusst genutzt werden, um in Stille und Gebet die Botschaft Jesu zu meditieren. Das möchte uns dazu inspirieren, in den Blick zu nehmen, was wirklich wichtig und was lebensfördernd für jeden einzelnen Menschen ist. Nach dem Gebet ist noch Gelegenheit, eine Tasse Kaffee oder einen Tee miteinander zu trinken.
Patricia Diethelm
Wie in jedem Jahr möchten wir um Grünzeug für das Palmenbinden bitten.
Wer für die Palmen am Palmsonntag in seinem Garten geeignetes Grünzeug hat – Thuja, Buchs oder Palmzweige hat, der möge sich bitte auf den Pfarrbüros zwecks Abholung oder auch Schneiden melden.
Liebe Schwestern und Brüder,
… wenn wir auf die gegenwärtige Situation in unserem Land und in der Welt schauen, wirken auch heute viele Menschen müde und erschöpft. Sie hungern nach Gerechtigkeit und sehnen sich nach Ruhe und Frieden. Dieser Hunger zeigt sich oft auch in unseren Sorgen und Fragen: Was bringt die Zukunft, wohin gehen wir als Gesellschaft, aber auch als Kirche. Ich weiß, gerade jetzt stellen sich auch in unserer Diözese viele diese Fragen. Sie sind verunsichert, weil wir vor großen Herausforderungen und Veränderungen stehen.
In dieser Situation geht es uns als Kirche heute nicht viel anders als den Jüngern damals: Auch wir haben immer wieder den Eindruck, dass das, was wir haben, nicht ausreicht, um den Hunger der Menschen wirklich zu stillen. Und wer könnte es ernsthaft bestreiten: Die Mittel und Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen, sind in den zurückliegenden Jahren geringer geworden und werden sich in der Zukunft, die wir überblicken können, noch weiter verringern. Die Zahl der Menschen, die zur Kirche gehören, verringert sich ebenso wie die Zahl der Männer und Frauen, die künftig hauptberuflich im Dienst unserer Kirche stehen werden. Die zur Verfügung stehenden Finanzmittel werden deutlich zurückgehen und damit wird vieles von dem, was uns heute selbstverständlich erscheint, so nicht mehr finanzierbar sein (…)
Wir haben uns als Diözese auf den Weg gemacht: Wie können wir auf die Herausforderungen antworten und dabei auch in Zukunft Kirche Jesu Christi bleiben und noch mehr dazu werden?
Als Bischof ist es mir wichtig, dass wir diesen Weg als synodale Kirche gemeinsam gehen. Deshalb haben wir im zurückliegenden Jahr intensiv über erste Orientierungspunkte unseres Zukunftsprozesses beraten: im Diözesanrat, im Priesterrat und der Dekanekonferenz – in den einzelnen Dekanaten, mit den verschiedensten Berufsgruppen und in einem offenen Beteiligungsformat. Dabei hat sich eine von einem großen Konsens getragene Grundrichtung ergeben. Unser wichtigstes Ziel ist es, das kirchliche Leben vor Ort zu erhalten und zu unterstützen (…..).
Machen wir uns also auf den Weg, machen wir uns gemeinsam auf den Weg als synodale Kirche. Und folgen wir dem wegweisenden Wort Jesu an seine Jünger: „Gebt ihr ihnen zu essen!“ Wenn wir das, was wir haben, in Jesu Namen mit anderen teilen, werden wir spüren, dass es nicht nur ausreicht, sondern dass es uns weiterträgt, dass es uns voranbringt – der Zukunft entgegen, auf die wir uns als Pilger der Hoffnung ausrichten dürfen.
Liebe Schwestern und Brüder, ich lade Sie alle sehr herzlich ein, diesen Pilgerweg der Hoffnung als Diözese gemeinsam zu gehen!
+Bischof Dr. Klaus Krämer