Nussbaum-Logo

TG Stein

Vom Kleinkind bis zum Rentner treiben in Stein mehr als 400 Menschen drei Tage gemeinsam Sport. Auf dem Programm steht auch eines der wenigen Schnürles-Turniere,...
Beim Schnürles-Turnier geht es in Stein oft ziemlich knapp zu. Oft bleiben die Spiele spannend bis zum Schluss. Gewonnen hat das Team, das zuerst 20 Punkte erreicht. (rol)

Vom Kleinkind bis zum Rentner treiben in Stein mehr als 400 Menschen drei Tage gemeinsam Sport. Auf dem Programm steht auch eines der wenigen Schnürles-Turniere, das es in der Region noch gibt.

In einer Höhe von exakt 55 Zentimetern teilt die Schnur das Spielfeld in zwei gleich große Hälften. Auf beiden Seiten versuchen vier Sportler, den Ball mit dem Fuß, manchmal auch mit dem Kopf, so in das Feld des Gegners zu befördern, dass der ihn nicht mehr korrekt zurückspielen kann. Selbstverständlich immer über die Schnur, nie darunter. Ein gesunder Ehrgeiz ist dabei zwar gern gesehen, aber in erster Linie geht es um den Spaß an der Bewegung, an der Gemeinschaft und an der Geselligkeit. Nach jeder Begegnung geben sich die Teams die Hand, nach einer Niederlage gibt es keine Diskussionen. Was beim Schnürles-Turnier bestens funktioniert, zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Wochenende. Drei Tage lang dreht sich bei der Steiner Turngesellschaft alles um den Sport: bei Turnieren, Spielen und Angeboten für den Nachwuchs. „Wir machen hier ein Sportfest, das seinen Namen tatsächlich verdient“, sagt Manuel Roser, der sich den Vorsitz des Vereins mit Peter Ketterer teilt.

Mit Blick auf die angeschlossene Bewirtung und die Livemusik am Freitagabend spricht er von einem „Rundum-Sorglos-Paket“ und von einem Programm, das für alle etwas zu bieten hat. Roser schätzt, dass auf dem Sportgelände insgesamt um die 400 Menschen in Bewegung sind: generationenübergreifend, vom Kleinkind bis zum Senior. Möglich machen es die verschiedensten Aktivitäten vom gut besuchten Firmenturnier mit zehn Mannschaften bis zum Bambini-Spielfest, bei dem die Jüngsten ohne Druck und Punkte spielerisch die Grundregeln des Fußballs lernen. Die Nachwuchskicker der C- und B-Jugend messen sich ebenso wie die Alten Herren und die starken Frauen des Vereins, die am Samstagabend gegen altgediente Spieler und Funktionäre antreten. Kurz davor geht auf dem Sportgelände das Schnürles-Turnier zu Ende. 14 Mannschaften machen mit, zum ersten Mal auch der Steiner Obst- und Gartenbauverein mit einem sechsköpfigen Team. „Dabei sein ist alles“, sagt Beisitzer Mike Wirth, der von einer „Mordsgaudi“ und einer guten Stimmung berichtet. Ihm und seinen Kollegen geht es nicht ums Gewinnen, sondern um den Spaß.

Den haben auch die Schnürles-Spieler vom TV Birkenfeld, die am Ende zum zweiten Mal hintereinander den Sieg holen. „Es ist schade, dass Schnürles immer weniger gespielt wird“, sagt Manuel Schöttle: „Da nimmt man gern jedes Turnier mit.“ Schöttle ist mit vier Vereinskollegen nach Stein gekommen. Ihnen gefällt die Atmosphäre, „das Drumherum“ – und natürlich der Umstand, dass Schnürles in Stein nach wie vor hoch im Kurs steht. Die Jedermänner spielen es nahezu wöchentlich, die Alten Herren ab und zu. Beim Turnier treten auch die Nachwuchskicker des Vereins an, teilweise recht erfolgreich: Eine Jugendmannschaft schafft es auf den dritten Platz. Manuel Roser wundert das nicht: „Beim Schnürles spielt das Alter keine Rolle“, sagt der Vorsitzende: „Das hat man im Fußball so nicht.“ – Nico Roller

Am Ende des Schnürles-Turniers gratuliert der Vorsitzende Manuel Roser (links) dem Team vom TV Birkenfeld zum Sieg. (rol).
Erscheinung
exklusiv online
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Königsbach-Stein