Nussbaum-Logo
Bildung

„The Dog“ – Schulhund Theo als Supporter für den Bili-Unterricht

Die Fünftklässler der Bilingual-Klasse 5b haben sich schon fast daran gewöhnt, dass sie als „Bilis“ Unterrichtseinheiten in Sachfächern auf Englisch...
In der Mitte eines Kreises von Kindern sitzt ein weiß-braun-schwarzer Hund und hebt die Pfote
Schulhund Theo steht im Mittelpunktdes Unterrichts in der 5bFoto: Dorothee Dietz

Die Fünftklässler der Bilingual-Klasse 5b haben sich schon fast daran gewöhnt, dass sie als „Bilis“ Unterrichtseinheiten in Sachfächern auf Englisch haben. Denn der Bili-Unterricht zeichnet sich dadurch aus, dass in mehreren Fächern, bzw. Unterrichtssequenzen, die Unterrichtssprache nicht Deutsch sondern Englisch ist. An der THRS sind es vor allem Fächer wie Biologie, Geografie, Geschichte, aber auch Sport, Bildende Kunst, die mitunter auf Englisch erteilt werden. Das Ziel: so wird der Umgang mit englischer Sprache ganz selbstverständlich die Sprachkompetenz wird ausgebaut.

Besonders intensiv wird der Umgang mit Sprache, wenn Erlebbares und Praktisches mit in den Unterricht einfließt. Das weiß auch Englisch- und Biologielehrerin Dorothee Dietz. In ihrem Bili-Block im Fach Biologie standen „dogs“ im Mittelpunkt. Klar, dass es dabei auch um den Knochen- und Körperbau – „Body of a dog“ – oder um die Evolutions- und Zuchtgeschichte von Hunden geht, immerhin sind das die klassischen Bio-Themen.

Aber der Bili-Unterricht geht darüber hinaus: So wurde nicht nur die Kommunikation – „Body Language“ (Körpersprache) – unter die Lupe genommen, sondern auch die Frage thematisiert „How to care for a dog?“ – sprich: wie hält man das Haustier artgerecht richtig?

Der Höhepunkt der Einheit, an dem diese Bili-Einheit dann anschaulich, motivierend und sehr nahe am „Unterrichtsgegenstand“ wurde, war der Besuch des Schulhundes Theo mit seinem Frauchen und THRS-Schulsozialarbeiterin Kim Angeletti im Bio-Unterricht, der dafür kurzerhand nach draußen verlegt wurde.

Sowohl auf Englisch und sicherheitshalber auch auf Deutsch gab es eine kurze Einführung, wie man sich in einer Klasse mit vielen Kindern gegenüber einem Hund verhalten muss, um Theo beispielsweise nicht zu erschrecken. Wo darf man einen Hund anfassen? Was sind Grundregeln im Umgang mit Hunden? – Selbstverständlich konnte man live auch das Gelernte sehen, gerade die Körpersprache drückte bei Theo Freude und Interesse aus.

Ausgestattet mit Leckerlis und durften ihn alle nacheinander streicheln und füttern. Und auch die eintrainierten Kommandos wie „Sitz“ oder „Pfote geben“ begeisterten die Kinder. Eines jedoch wurde schnell klar: Theo kann kein Englisch. Da er mit deutschen Worten und Kommandos erzogen ist versteht er erstmal nur Deutsch. Es ist aber möglich, Tiere sprachlich umzuerziehen, was beispielsweise relevant wird, wenn diese aus Tierheimen anderer Länder stammen.

Die Schüler waren hin und weg. „Er hat so ein flauschiges Fell“ oder „Es war toll, mal einen echten Hund da zu haben“, waren einzelnen Schülerkommentare.

Fakt ist: Lerninhalte festigen sich besser, wenn sie emotional durch positive Erlebnisse verankert werden. Und Theo hat dazu beigetragen, dass sich die 5b wohl noch ziemlich lange an die Unterrichtssequenz „dogs“ erinnert. (rp)

Erscheinung
Hockenheimer Woche
Ausgabe 04/2026
von Theodor-Heuss-RealschuleRedaktion NUSSBAUM
19.01.2026
Orte
Hockenheim
Kategorien
Bildung
Panorama
Schulen