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Thermografie-Veranstaltung vom 04.03.2026

Vergangenen Mittwoch hat das Klimaforum Großbettlingen zu einer Thermografie-Veranstaltung in die Bücherei geladen. Auf den Aufruf des Klimaforums hin...
Wärmebildaufnahme eines Hauses in Großbettlingen (T. Keck)
Wärmebildaufnahme eines Hauses in Großbettlingen (T. Keck)

Vergangenen Mittwoch hat das Klimaforum Großbettlingen zu einer Thermografie-Veranstaltung in die Bücherei geladen. Auf den Aufruf des Klimaforums hin hatten sich 10 Eigentümer für einen Wärmebild-Check ihrer Häuser gemeldet. Daraufhin haben sich Januar und Februar nach Sonnenuntergang und bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt Mitglieder der Gruppe Energie und Wärme aufgemacht, diese Häuser zu fotografieren. Ausgerüstet mit einer professionellen Infrarot-Kamera entstanden so Aufnahmen, die aufbereitet und am Mittwoch zusammen mit allen Interessierten besprochen, interpretiert und ausgewertet wurden. Dazu war auch fachmännische Unterstützung präsent: Energieberater und Architekt Daniel Reuter aus Esslingen und Architekt Mahir Sezer aus Großbettlingen. Für die unentgeltliche Mitwirkung vielen Dank!

Nach der Begrüßung gab es eine kurze, aber gründliche Einführung in die Wärmebildfotografie durch Thomas Keck vom Klimaforum. Zur Bewertung und Interpretation der bunten Falschfarbenaufnahmen ist nämlich einiges zu beachten, um nicht falsche Schlüsse zu ziehen. Bei einer kurzen Live-Demo mit einer IR-Kamera an Freiwilligen aus dem Besucherkreis mit und ohne Jacke (entsprechend einer guten bzw. schwachen Wärmedämmung am Haus) waren Temperaturunterschiede deutlich zu erkennen.

Danach wurden die Fotos der untersuchten Häuser besprochen. Es zeigten sich interessante Details, wie häufige Schwachstellen, zum Beispiel am Dachanschluss, Fensterlaibungen, Fenstersimsen, Rollladenkästen oder reduzierte Wandstärken. Aber auch offensichtliche menschliche Einflüsse wie dauerhaft gekippte Fenster oder unbeheizte Gebäudeteile waren zu sehen. Die Fotos wurden erklärt und weitere Details und Hintergründe wurden von den beiden Experten erläutert, sowie Fragen zur möglichen Abhilfe beantwortet und Zusatzinformationen durch die Eigentümer ergänzt.

Im Anschluss stellte sich Energieberater Reuter vor. In seiner Präsentation ging es um die möglichen Schritte, um eine Sanierung durchzuführen. Die Reihenfolge der Vorgehensweise ist dabei wichtig. Aus der individuellen Bestandsaufnahme der Immobilie durch einen Energieberater wird eine Liste von Maßnahmen aufgestellt. Diese Liste kann dann priorisiert und nach Wirkung, Notwendigkeit und Kosten eingeordnet werden. Es entsteht ein sogenannter (förderfähiger) Sanierungsfahrplan.

Oftmals gibt es dabei bereits einfache Schritte, welche schnell und kostengünstig (und gegebenenfalls auch in Eigenleistung) umgesetzt werden können. Beispiele hierfür sind eine Änderung der Betriebszeiten der Zirkulationspumpe für das Warmwasser, Austausch von Fensterdichtungen oder die Dämmung der Kellerdecke.

Größere Eingriffe wie Fassaden- oder Dachisolierung, ein Heizungstausch oder eine PV-Anlage sind oft teuer, zeitaufwendig oder für den energetischen Zustand des Gebäudes nicht passend. Deshalb ist die professionelle Unterstützung durch einen Energieberater wichtig, um sinnvolle Schritte in der richtigen Reihenfolge festzulegen. Außerdem gab es aktuelle Informationen zu Förderungen durch die BAFA oder KFW und Hinweise wie Energieberater gefunden werden können.

Zum Abschluss der gut besuchten Veranstaltung gab es nochmals Gelegenheit, die vielen aufgetauchten Fragen zu stellen. Vielen Dank an alle Beteiligten!

Veranstaltung in der Bücherei (M. Bahr)
Veranstaltung in der Bücherei (M. Bahr).
Erscheinung
Unser Blättle – Amtsblatt der Gemeinde Großbettlingen
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Ausgabe 11/2026
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