Mit einem offiziellen Startschuss wurde nun der Umbau des ehemaligen Rexer-Gebäudes an der Robert-Bosch-Straße eingeläutet. Wenn alles nach Plan läuft, soll der neue Standort im August 2027 bezugs- und einsatzbereit sein.
Der Bund hatte das Gebäude des ehemaligen Busunternehmens Rexer bereits im Jahr 2022 gekauft. Nun wird das rund 500 Quadratmeter große Bestandsgebäude umfassend umgebaut und an die Anforderungen des THW angepasst. Das Gelände bietet zahlreiche Hallen- und Stellflächen, sodass künftig auch die großen Einsatzfahrzeuge des Ortsverbands optimal untergebracht werden können.
Der THW-Ortsverband Calw zählt aktuell 53 Mitglieder und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Gegründet wurde der Ortsverband 1964 in Wildberg. Bis 2005 war das THW bereits in Calw ansässig, ehe der Standort zu klein wurde und der Umzug nach Bad Teinach-Zavelstein erfolgte. Dort konnte ein bestehendes Gebäude genutzt werden, das jedoch inzwischen deutlich in die Jahre gekommen ist und den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Schon seit längerer Zeit war der Ortsverband daher auf der Suche nach einem geeigneten neuen Standort.
Rückkehr nach Calw
Dass das THW nun nach Calw zurückkehrt, wurde von vielen Beteiligten ausdrücklich begrüßt. Ortsbeauftragter Marc Stahl sagte bei der offiziellen Auftaktveranstaltung: „Darauf haben wir lange hingearbeitet.“ Gerade im Bevölkerungsschutz sei eine gute Infrastruktur unverzichtbar. Der neue Standort werde künftig deutlich bessere Möglichkeiten für Ausbildung, Austausch und Organisation bieten. Für die Stadt Calw sprach der stellvertretende Oberbürgermeister Jürgen Ott, der OB Florian Kling vertrat. Kling hatte sich für eine Rückkehr des THW nach Calw eingesetzt und das Vorhaben aktiv unterstützt. Ott bezeichnete den neuen Standort als „neue Ära“ für den Ortsverband, als „Meilenstein“ und sogar als „Quantensprung“. Es sei großartig, dass das THW in Calw ein neues Zuhause finde. Besonders beeindruckt zeigte er sich auch von der Jugendarbeit des Ortsverbands.
Zugleich verwies Ott auf die guten Synergien am neuen Standort: Der städtische Bauhof befindet sich in unmittelbarer Nähe, ebenso das DRK. Zudem ist der neue Calwer Bauhofleiter Alexander Zader selbst Mitglied im THW. Angesichts weltweiter Krisen und wachsender Herausforderungen im Bevölkerungsschutz sei das Engagement der Ehrenamtlichen wichtiger denn je. Sein Dank galt allen Helfern des THW sowie den Einsatzkräften von Feuerwehr und DRK, die sich uneigennützig für die Menschen einsetzen.
Weitere Grußworte
Auch der THW-Landesbeauftragte für Baden-Württemberg, Dietmar Löffler, betonte die Bedeutung des Projekts. Eine Videobotschaft kam vom Bundestagsabgeordneten Klaus Mack, der nicht persönlich teilnehmen konnte. Weitere Grußworte sprachen Max Bühl von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) sowie Christoph Hemminger vom Staatlichen Hochbauamt Karlsruhe. Hemminger hob insbesondere den nachhaltigen Ansatz hervor: „Wir nutzen das, was da ist, sinnvoll weiter.“ Der Umbau eines bestehenden Gebäudes sei ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen.