Schon ein paar Wochen ist es her, dass das Theater Q-Rage mit ihrem Präventionstheater „Tierisch gut!“ bei uns an der Schule zu Gast war. Schon zweimal hatten die 3.- und 4.-Klässler in den letzten Jahren die Gelegenheit, dieses wunderbare und fantastisch gespielte Theaterstück anzusehen. Jedes Mal übernahm die Bildungsstiftung der Kreissparkasse die Kosten. Herzlichen Dank an dieser Stelle!
Mit ausdrucksvoller Mimik und Gestik schlüpften zwei SchauspielerInnen, nur verkleidet durch unterschiedliche Tiermützen, in verschiedene Tierrollen und sprangen zwischen ihnen hin und her. Die Pandamütze machte aus der gerade noch meckernden Ziege im Nu einen gemütlichen, zufriedenen Pandabären, der erst seit kurzem in der Waldklasse war. Aus dem coolen, mutigen, aber auch streitsüchtigen und vorurteilsbehafteten Wolf wurde drei Sekunden später eine laaaaangsame Schnecke mit guten Merkfähigkeiten. Zur Klasse gehörte auch ein ängstliches Kaninchen, das immerzu auf seine Brust klopfte, wenn es sich unwohl fühlte, und natürlich die Lehrerin, eine kluge und beobachtende Eule.
Die Tiere mit all ihren Unterschieden und verschiedenen Fähigkeiten bildeten zusammen eine kunterbunte Klasse, mit Grüppchenbildung, Vorurteilen, Ausgrenzung.
Gemeinsam mussten die Tiere eine schwierige Aufgabe bewältigen und gerieten in eine gefährliche Situation: einen Waldbrand. Nur durch das Zusammenspiel aus Angst, Mut, Schnelligkeit, Beobachtungsgabe, Fürsorge und weiteren Besonderheiten der einzelnen Charaktere gelang es den Tieren, alle heil wieder aus dem Wald herauszubringen.
Die Kinder wurden durch kurze Spielunterbrechungen immer wieder in das fesselnde Theaterstück einbezogen. So konnten sie sich in die einzelnen Tiere und deren Gefühle hineinversetzen, Probleme benennen und Lösungen vorschlagen.
Am Ende war allen klar:
Jedes Tier, ob Ziege, Schnecke, Panda, Kaninchen oder Wolf, ist wichtig für die Klasse. Jedes Tier hat eigene Stärken und Schwächen, und nur gemeinsam kommt man zum Ziel. Wenn jeder so sein darf, wie er ist, und der Fokus auf den positiven Seiten des Gegenübers liegt, wird alles rund. Wir alle haben gelernt: Mit Respekt und Empathie fühlen wir uns in der Klasse und in der Schule wohl. Und dazu kann jeder etwas beitragen.


