Mit den steigenden Temperaturen im Frühling steigt auch das Risiko, dass sich Maden in der Biotonne bilden. Sie sind zwar keine Gefahr für die Gesundheit, dennoch erschrickt so mancher, wenn er sie in der Biotonne entdeckt. Maden entstehen, wenn Fliegen ihre Eier in offen gelagerte Lebensmittel ablegen. Im feuchten, warmen Klima der Biotonnen fühlen sich Fliegen und Maden besonders wohl. Das Team „Sauberes Karlsruhe“ (TSK) gibt praktische Hinweise, damit Küchen- und Gartenabfälle auch bei warmem Wetter sauber und hygienisch entsorgt werden können und Maden und anderes Ungeziefer keine Chance haben.
In die Biotonne gehören Gemüse- und Obstreste, gekochte Speisereste, Brotreste, Kaffeefilter sowie Speisereste tierischen Ursprungs wie Fleisch, Wurst, Fisch, Käse oder Eierschalen. Auch kleine Mengen nicht holziger Grünabfälle wie Laub oder Rasenschnitt dürfen in die Biotonne. Größere Mengen Gartenabfälle können an den Kompostierungsanlagen in Knielingen und Grötzingen oder in den Grünabfallcontainern im Stadtgebiet abgegeben werden. Verpackungen, Plastiktüten und kompostierbare Biokunststoffbeutel haben in der Biotonne nichts zu suchen. Sie lassen sich in den Vergärungsanlagen nicht oder nicht schnell genug zu Biogas und Kompost verarbeiten.
Damit die Biotonne sauber bleibt und keine Maden entstehen, empfiehlt das TSK, die Abfälle in Zeitungspapier oder Papiertüten einzuwickeln und ein Vorsammelgefäß mit Deckel in der Küche zu nutzen. Dieses ist beim TSK kostenlos an der Pforte auf dem Betriebsgelände in der Ottostraße 21 erhältlich. Nach jeder Leerung lohnt es sich, etwas zerknülltes Papier auf den Boden der Tonne zu legen, um Feuchtigkeit zu reduzieren und Gerüche zu vermeiden. Besonders bei flüssigen Resten wie Suppen oder Säften ist es sinnvoll, sie vorher in Küchenpapier oder Zeitungspapier aufzusaugen. Die Abfälle sollten schichtweise eingefüllt werden, damit sie nicht zu stark verdichtet werden. Das hilft dabei, dass sich der Bioabfall nicht am Tonnenboden festsetzt. Die Tonne kann dann am Abfuhrtag restlos geleert werden. Der Abfallbehälter sollte an einem schattigen Platz stehen, um Hitzebildung und damit auch Gerüche zu minimieren.
Wer möchte, kann den Behälter auch ab und zu mit etwas Wasser und Essig oder Natron ausspülen. Das TSK führt zudem zweimal im Jahr eine Reinigung aller Biotonnen im Stadtgebiet durch.
Die Biotonne ist gebührenfrei und wird wöchentlich geleert. Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer können sie über die Behördennummer 115 bestellen, Mieterinnen und Mieter wenden sich an ihre Hausverwaltung oder an die Vermieterin bzw. den Vermieter.
Weitere Informationen gibt es unter www.team-sauberes-karlsruhe.de.