
Auf die positive Leistungstendenz der letzten Spiele folgte nun ein herber Dämpfer im Heimspiel gegen die SG Heidelberg/Leimen. Die wohl schwächste Anfangsphase der bisherigen Saison machte den Gästen ein nahezu entspanntes Auswärtsspiel am Sonntag leicht. In der Offensive lief wenig zusammen, technische Fehler prägten das Dossenheimer Spiel. In der Abwehr fehlten die nötige Aggressivität und Gegenwehr. Einzig Torhüter Liam Erhard fand gut ins Spiel und sorgte dafür, dass man nach acht gespielten Minuten sogar noch mit 3:2 in Führung lag. Doch im Anschluss fanden auch die Gäste zunehmend Sicherheit im Torabschluss, während unsere Mannschaft auf dem gesamten Spielfeld weiter ins Straucheln geriet. Aus einem 6:8 wurde in der 19. Minute bereits ein deutlicher 7:15-Rückstand. Auch ein kurzer 3:0-Lauf konnte die erhoffte Wende nicht bringen. Im Gegenteil: Die Gäste nutzten ihre Chancen konsequent und bauten ihren Vorsprung bis zur Pause mit einem 8:2-Lauf auf eine komfortable 12:23-Führung aus. Die Vorentscheidung war damit früh gefallen. Dennoch nahm sich die Mannschaft für die zweite Halbzeit vor, ein besseres Gesicht zu zeigen und den Rückstand in der eigenen Halle zumindest zu verkürzen. Doch an diesem Tag lief leider so wenig zusammen, dass selbst dieses Vorhaben zunächst scheiterte. Heidelberg/Leimen kam dank ihres hohen Tempos weiterhin zu vielen einfachen Toren und vergrößerte die Führung bis zur 40. Minute auf 16 Treffer (16:32). Erst nach einer Auszeit sorgte eine Reihe von Wechseln bei den Gästen dafür, dass es nicht zu einer noch größeren Klatsche kam. Auf Dossenheimer Seite zeigte noch einmal Henrik Fath Moral und wurde am Ende mit sechs Feldtoren bester Torschütze der Heimmannschaft. Der Rückstand konnte bis zum Ende noch auf 12 Treffer verkürzt werden, das Endergebnis von 25:37 bleibt dennoch eine klare und bittere Niederlage.
Wir bedanken uns bei allen Zuschauern, die uns auch in dieser schwer anzuschauenden Partie unterstützt haben. Am kommenden Wochenende in Nußloch gilt es, wieder an die Leistungen der vorherigen Spiele anzuknüpfen und um wichtige zwei Punkte zu kämpfen.
Vorbericht – Letztes Spiel 2025: Auswärts bei der SG Nußloch
Zum Abschluss des Jahres 2025 erwartet uns erneut ein bekanntes Szenario: das letzte Spiel vor Weihnachten, auswärts bei der SG Nußloch. Und wieder treffen zwei Mannschaften aufeinander, die sich in einer schwierigen Tabellenlage befinden. Was auf dem Papier wie eine klassische „Kellerschlacht“ wirkt, ist aus unserer Sicht ein hochbrisantes und enorm wichtiges Duell. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum die Rollen alles andere als klar verteilt sind: Nußloch erzielt im Schnitt zwei Tore mehr pro Spiel, kassiert jedoch knapp drei Gegentreffer mehr als wir. Statistisch ergibt sich somit kein eindeutiges Favoritenbild – beide Teams haben unterschiedliche Stärken und Schwächen, die diese Partie völlig offen erscheinen lassen. Hinzu kommt der Trend aus der jüngsten Vergangenheit: Während wir gegen Heidelberg/Leimen chancenlos waren, holte Nußloch mit einem überraschenden 32:32 in Ketsch ihren dritten Punkt und dürfte mit spürbarem Rückenwind in die Partie gehen. Zudem handelt es sich um ein Auswärtsspiel mit Harz, eine Kombination, die uns in den vergangenen Jahren regelmäßig vor große Herausforderungen gestellt hat.
Gerade deshalb wird es umso mehr auf Einstellung, Konzentration und Disziplin ankommen. Defensiv müssen wir konsequent, kompakt und aufmerksam agieren und Nußloch keinesfalls in ihr Tempospiel kommen lassen. Gleichzeitig benötigen wir im Angriff Mut, Geduld und klare Aktionen, um eigene Torgefahr auszustrahlen und die gegnerische Abwehr unter Druck zu setzen.
Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung beim letzten schweren Auswärtsspiel des Jahres, bevor sich das Team in der Winterpause neu sortieren und mit frischem Wind ins neue Jahr starten wird. Anpfiff ist am kommenden Samstag um 18:00 Uhr in der Olympiahalle in Nußloch.
(Unholz)