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Treffen im Melanchthonhaus in Bretten

Museumsnetzwerk Kraichgau Über Pietas und Eruditio als zwei wichtige Säulen im Denken des Gelehrten und Theologen Philipp Melanchthon (1497-1560) sprach...
Ein Gruppenbild im Melanchthonhaus Bretten
v.l.n.r: Sarah Lehnert, Petra Binder, Carmen Krüger, Konstantin Huber, Regina Bender, Linda Obhof, Christian Neddens, Susanne Kaiser-Asoronye, Dario Miericke, Carin Schönhals, Volkmar BaumgärtnerFoto: Melanchthonhaus Bretten

Museumsnetzwerk Kraichgau

Über Pietas und Eruditio als zwei wichtige Säulen im Denken des Gelehrten und Theologen Philipp Melanchthon (1497-1560) sprach Prof. Dr. Christian Neddens beim letzten Treffen des Museumsnetzwerks Kraichgau am 19. März im Melanchthonhaus in Bretten. Dort kamen die Mitglieder des Netzwerks, zu denen auch das Stadtmuseum Sinsheim gehört, zu einer Führung durch das Haus zusammen und erfuhren dabei, dass Eruditio mit „Unterricht“ oder „Entrohung“ übersetzt wird und bei Melanchthon „Bildung“ meint. Bildung und miteinander im Gespräch zu bleiben, soll Gesellschaft aufbauen und strukturieren, letztlich ein Miteinander möglich machen. Melanchthon sei aus diesem Grund Theologe geworden, um aus der Verbindung von Theorie und Praxis heraus dem Leben zu helfen. Wie in der Ausstellung zu sehen war, umfasst sein umfangreiches Werk auch Schriften für Kinder. Passend zu diesem Thema kreiste eines der Themen dieses Tages um Schulklassenbesuche in Museen und Möglichkeiten, mehr Kindern einen geführten Museumsbesuch oder andere Teilhabeformate zu ermöglichen.

Während des Rundgangs sprach Neddens außerdem Besonderheiten und Schwierigkeiten des Melanchthonhauses als Ausstellungs- und Veranstaltungsort an und eröffnete damit den Austausch der Mitglieder untereinander. Im Anschluss wurde das Treffen im Seminarraum der Europäischen Melanchthonakademie fortgesetzt. Hier gab Dr. Volkmar Baumgärtner von der KulturRegion Karlsruhe, der als Gast am Treffen teilnahm, wertvolle Hinweise zu den Angeboten und Projekten der KulturRegion sowie möglichen Schnittstellen zwischen den einzelnen Einrichtungen. Außerdem wurden geplante Ausstellungsprojekte und Publikationen angekündigt und besprochen.

Seit einigen Jahren besteht das Museumsnetzwerk Kraichgau aus Vertretern verschiedener Kraichgauer Museen, Archive und Heimatvereine. Durch diese Vernetzung kamen bereits nach kurzer Zeit gemeinsame Projekte und Ausstellungen zustande. Das Netzwerk steht für Kooperation, Austausch und Nachhaltigkeit in der Kraichgauer Museumslandschaft.

Das Museumsnetzwerk Kraichgau trifft sich regelmäßig zum gegenseitigen Austausch und zur Planung gemeinsamer Projekte in einer der Mitgliedsinstitutionen. Das nächste Treffen wird Mitte des Jahres im Kreisarchiv Enzkreis in Pforzheim stattfinden.

Text: R. Bender (Städtisches Museum Bruchsal)

Erscheinung
Sinsheimer Stadtanzeiger
Ausgabe 14/2026
von Stadt Sinsheim
01.04.2026
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