Zum ersten Mal trägt der Kunstpreis 2026/27 den Namen des langjährigen Direktors des ZKM Karlsruhe, Peter Weibel (1944–2023), um die Aspekte Interdisziplinarität, Innovation und Medienkunst des Preises sichtbarer zu machen, für die sich Weibel zeitlebens starkmachte.
Mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler sowie Künstlerkollektive bewarben sich bis Ende April auf die Ausschreibung. Aus den Einreichungen hat die neunköpfige Jury die Künstler Hannah Cooke, Isabelle Konrad und Malte Römer sowie die beiden Künstlerkollektive Lina Determann + Jette Schwabe sowie das M.A.D. Kollektiv (Marie Herrndorff, Arthur Schuman, David Tanner) ausgewählt und sie zur Konkretisierung ihrer Konzepte aufgefordert.
Diese werden am 6. Juni 2027 im Rahmen der Vernissage der Öffentlichkeit vorgestellt und die Preisträger benannt.
Die Künstlerinnen, Künstler und -kollektive überzeugten die Jury mit ihren teils installativen, teils partizipativen Konzepten, die, dem Kunstpreis entsprechend, medienoffen Tanz, Performance, Film und Skulptur miteinander verbinden.
Die Bandbreite des Themas spiegelt sich ebenso wider, die vom ironischen Kommentar auf unsere Arbeitswelt bis zu ihrem kritischen Hinterfragen reicht. Auch Einzelaspekte wie Care Arbeit und das Phänomen der Trad Wifes werden ebenso aufgegriffen, wie insbesondere mehr oder minder allgemeine Aussagen entstehen sollen zur Rolle des Menschen in einer sich verändernden Arbeitswelt.
Der Kunstpreis in der grenzüberschreitenden TechnologieRegion Karlsruhe wird 2027 im Alten Dampfbad in Baden-Baden bei der Gesellschaft der Freunde junger Kunst zu Gast sein.
Der 2023 erstmals verliehene Kunstpreis richtet sich an junge Künstlerinnen und Künstler, die entweder im Gebiet der TRK geboren worden sind, hier ihre Ausbildung erhalten haben oder ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt dies- und jenseits des Oberrheins zwischen Bühl und Wissembourg/F im Süden und Germersheim bzw. St. Leon-Rot im Norden haben.
Dem Kunstpreis in der TechnologieRegion Karlsruhe „Peter Weibel“ geht es darum, Themen der Zeit mit künstlerischen Mitteln nachzuspüren.
Die Stifter des Kunstpreises sind der Überzeugung, dass die Künste mit ihrer anderen Herangehensweise an komplexe Themen neue Zugänge, Denkansätze und ästhetische Sichtweisen zu den derzeitigen Diskussionen liefern können. Deshalb werden Narrative gefördert, die die Grenzen zwischen Kunst, Wissenschaft und anderen gesellschaftlichen Bereichen aufheben, entweder mit einem künstlerisch ausgerichteten Forschungsansatz oder mit Kunstwerken, die an den Schnittstellen verschiedener künstlerischer Disziplinen ansetzen. Aus diesem Grund richtet sich der Kunstpreis explizit auch an die performativen Künste (Tanz/Theater).
Vernissage: 6. Juni 2027, 11 Uhr
Ausstellungsort: Gesellschaft der Freunde junger Kunst (GfJK), Altes Dampfbad, Marktplatz 13, Baden-Baden
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag, 15 bis 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag, 11 bis 17 Uhr
Kuratorin: Prof. Dr. Chris Gerbing


