
Trösten gehört zu den grundlegenden menschlichen Fähigkeiten – und doch fühlen sich viele unsicher, wenn es darauf ankommt. Auf der Jahresfortbildung der Ambulanten Hospizgruppe Bruchsal im Butenschoen-Haus in Landau führte uns der Referent Christoph Bevier in die vielfältigen Situationen, in denen Trost eine Rolle spielt: vom aufgeschürften Knie in der Kindheit über Verluste, Krankheit und Trennungen bis hin zu Belastungen im Arbeitsalltag wie Absagen, Umstrukturierungen oder Konflikten.
Gerade in der Hospiz- und Trauerbegleitung zeigt sich: Bevor ein konstruktives Gespräch möglich wird, braucht es häufig erst Trost. Er schafft Raum, in dem Menschen wieder handlungsfähig werden.
Doch wie tröstet man gut? Patentrezepte gibt es nicht. Oft hilft es, zunächst auszuhalten, was im Raum steht, und Stille zuzulassen. Weniger hilfreich sind Floskeln, Beschwichtigungen oder allgemeine Hilfsangebote. Stattdessen unterstützen offene Fragen dabei, die Bedürfnisse des Gegenübers zu verstehen: Was würde dir helfen? Was belastet dich am meisten? Wann wäre Zeit für ein Gespräch?
Im Seminar entstand eine ganze „Landschaft des Trostes“ – ein Bild dafür, wie vielfältig und individuell Trost sein kann. Trösten erfordert Mut und Aufmerksamkeit, doch das Wagnis lohnt sich: Es stärkt Beziehungen, schafft Verbundenheit und ermöglicht echte Begegnung.
Wir erinnern Sie an das Benefizkonzert:
SAP-Sinfonieorchester - Schicksal und Sehnsucht
Samstag, 21. März 2026 um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr)
Bürgerzentrum - Rechbergsaal
Am Alten Schloss 22, 76646 Bruchsal
Wolfgang Amadeus Mozart
Ouvertüre zur Oper Le Nozze di Figaro
Edward Elgar
Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll, op. 85
Solist: David Neuhaus
Peter Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 5 e-Moll „Schicksalssinfonie“
Musikalische Gesamtleitung: Markus Neumeyer
Der Eintritt ist frei, wir bitten um Spenden.


