Das Regierungspräsidium Tübingen hat den vom Gemeinderat am 29. Januar 2026 verabschiedeten Haushalt für das laufende Jahr genehmigt. Er hat ein Gesamtvolumen von rund 449 Millionen Euro. Das Defizit im Ergebnishaushalt beläuft sich auf minus 6,3 Millionen Euro.
„Dass der Haushalt in diesem Jahr fünf Monate früher als 2025 in Kraft treten kann, ist eine sehr gute Nachricht für Tübingen. Die Genehmigung ermöglicht es uns, viele wichtige Vorhaben jetzt umzusetzen“, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer. Dazu gehören unter anderem verschiedene notwendige Bauarbeiten im Stadtgebiet, die nun noch vor der Sommerpause beginnen können.
Kernstück des Tübinger Haushalts sind Kürzungen in allen Budgets um im Schnitt rund acht Prozent. Wie sie die geforderten Einsparungen erbringen, entscheiden die Fachbereiche und Stabsstellen selbst. Dies gibt den Fachämtern die Möglichkeit und zugleich die Pflicht, ihre Ausgaben nach Wirkung und Effizienz zu bewerten und zu priorisieren.
„Dass wir uns auf diese Weise die kommunale Handlungsfähigkeit erhalten konnten, ist dem Haushaltsbeschluss durch den Gemeinderat zu verdanken, der mit viel Vertrauen an die Arbeit der Stadtverwaltung verbunden war“, betont Palmer. Die Stadtverwaltung informiert den Gemeinderat regelmäßig über die geplanten und umgesetzten Konsolidierungsmaßnahmen.
Um sicherzustellen, dass das geplante Haushaltsdefizit nicht überschritten wird, hat Oberbürgermeister Boris Palmer direkt nach der Genehmigung des Haushalts eine haushaltswirtschaftliche Sperre angeordnet. Dadurch sind weiterhin nur diejenigen Ausgaben zulässig, die notwendig sind, um Pflichtaufgaben oder rechtliche Verpflichtungen zu erfüllen oder den Dienstbetrieb aufrechtzuerhalten. Vakante Stellen werden in der Regel frühestens nach sechs Monaten nachbesetzt.