
Treffpunkt für den 14. Hockenheimer „Dreck-Weg-Tag“ war am 14. März 2026 der Parkplatz an der Rudolf-Harbig-Halle. Dort erhielten die freiwilligen Helferinnen und Helfer um 10.00 Uhr ihr Arbeitsmaterial – Müllsäcke, Greifzangen und Handschuhe – sowie letzte Hinweise zum Ablauf. Die Organisatoren hatten im Vorfeld fünf Einsatzbereiche festgelegt, zu denen sich die Gruppen anschließend in Eigenregie begaben. Vor Ort sammelten die Teams umfassend Abfälle, achteten auf das Trennen von Wertstoffen und dokumentierten bei Bedarf besonders große Fundstücke. Ziel der Aktion war es, Hockenheim an einem einzigen Tag gemeinsam sichtbar sauberer zu machen.
Der Dreck-weg-Tag ist ein gemeinschaftlich organisierter Aufräumtag, an dem Hockenheimerinnen und Hockenheimer gemeinsam Abfall in ihrem Ort beseitigen. Er verbindet Elemente des traditionellen Frühjahrsputzes mit Umweltschutzmaßnahmen und dem gemeinschaftlichen Engagement vieler Freiwilliger. Anders als der internationale World Cleanup Day, der jährlich im September stattfindet, existiert in Deutschland kein landesweit einheitlicher Termin; die Aktionen werden stattdessen von Städten, Gemeinden, Vereinen oder Schulen oft eigenständig geplant und zeitlich unterschiedlich angesetzt. Häufig finden solche Einsätze im Frühjahr statt, wenn das Wetter milder wird und der gesammelte Müll nach dem Winter besonders sichtbar ist.
Insgesamt hatten sich 124 Personen für die Reinigungsaktion angemeldet. Mit dabei waren neben der aktiven Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr auch der Reservistenverband und die Marinekameradschaft sowie der Obst- und Gartenbauverein. Ebenfalls beteiligt waren das DRK Hockenheim, der Eritreische Verein Hockenheim und der türkische Elternbund; hinzu kamen zahlreiche Familien, die sich ebenfalls an der Säuberung beteiligten. Was die fleißigen Helfer alles einsammelten, überraschte: Die Ladeflächen der städtischen Bauhoffahrzeuge waren gut beladen. Gefunden wurden sowohl typische Abfälle als auch äußerst ungewöhnliche Dinge. Wie so oft tauchte ein Fahrrad unter den Fundstücken auf; außerdem gehörten ein Fernseher und sogar eine Spielkonsole zu den Gegenständen, die eingesammelt wurden. Durch ihren freiwilligen Einsatz haben die beteiligten Vereine, verschiedene Organisationen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Arbeitsbelastung der Bauhofmitarbeiter reduziert. Dadurch konnten Einsatzzeiten eingespart und die Mitarbeiter entlastet werden, sodass sie sich auf andere wichtige Aufgaben konzentrieren können. Gleichzeitig trugen die Helferinnen und Helfer maßgeblich zu einem gepflegten, ordentlichen und sauberen Stadtbild Hockenheims bei, verbesserten die Lebensqualität vor Ort und stärkten das Gemeinschaftsgefühl in der Stadt. Ihr Engagement zeigte zudem, wie viel durch gemeinschaftliche Initiative erreicht werden kann.
Die Abfuhr und fachgerechte Entsorgung wurde von Mitarbeitern des Bauhofs koordiniert. Nach getaner Arbeit trafen sich die Gruppen auf dem Waldfestplatz, um sich auszutauschen, Bilanz zu ziehen und den gemeinsamen Einsatz zu würdigen. Diese niederschwellige Aktion trug so nicht nur zur Sauberkeit der Stadt bei, sondern stärkte auch das Gemeinschaftsgefühl unter den Teilnehmenden. Als kleines Dankeschön konnten sich die leicht durchgefrorenen Teilnehmenden ab 12.00 Uhr an einer kräftigen Portion Gulaschsuppe oder an einer wärmenden Kartoffelsuppe stärken, um wieder aufzutauen und neue Energie zu schöpfen. Bei dampfenden Suppentassen und in gemütlicher Runde fanden sie schnell Wärme von innen und Gelegenheit zum Austausch. (GK)



