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„Quartier 2030“ in Calw

Über 90 Teilnehmende diskutieren die Zukunft der Quartiere

Viele Engagierte kamen zur Regionalkonferenz „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“ im Hoffnungshaus Calw-Wimberg zusammen.
Tobias Haußmann, Quartiere Calw
Tobias Haußmann, Sozialdezernent des Landkreises Calw, begrüßt die Gäste bei der Regionalkonferenz „Quartier 2030“Foto: Landratsamt Calw / Sophie Michler

Mit rund 90 Teilnehmenden und damit deutlich mehr als ursprünglich angemeldet, stieß die Regionalkonferenz „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“ im Hoffnungshaus Calw-Wimberg auf große Resonanz. Unter dem Leitgedanken „Den demografischen Wandel gestalten, sorgende Gemeinschaften aufbauen, lebendige Quartiere entwickeln“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Politik, Initiativen, sozialen Einrichtungen und Bürgerschaft zusammen, um gemeinsam Perspektiven für zukunftsfähige Quartiere zu entwickeln.

Die hohe Teilnehmerzahl führte zu räumlich beengten Verhältnissen – was sich jedoch als Gewinn für die Veranstaltung erwies: Der intensive Austausch, die direkte Kommunikation und die lebendige Atmosphäre des Hoffnungshaus trugen maßgeblich zum Gelingen des Nachmittags bei. Viele Gespräche wurden spontan vertieft, neue Kontakte geknüpft und konkrete Ideen weiterentwickelt.

Nach der Begrüßung durch Tobias Haußmann, Dezernent für Jugend, Soziales und Integration des Landratsamts Calw, und Stephan Thönneßen vom Hoffnungshaus Calw führte Dr. Jens Ridderbusch (FamilienForschung, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg) durch das Programm.

Einen fachlichen Impuls setzte Prof. Dr. Paul-Stefan Roß von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg mit seinem Vortrag über Verantwortungsgemeinschaften vor Ort. Er betonte, dass die Herausforderungen des demografischen Wandels nur gemeinsam – durch Kommunen, Zivilgesellschaft und engagierte Bürgerinnen und Bürger – bewältigt werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Unterstützungsangeboten der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam.Gestalten.“. Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg, des Gemeinsamen Kommunalen Kompetenzzentrums Quartiersentwicklung (GKZ.QE), der Allianz für Beteiligung e.V., der Koordinierungsstelle Quartiersakademie Baden-Württemberg, der Fachstelle ambulant unterstützte Wohnformen (Fa-Wo) sowie der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg e.V. informierten über Fördermöglichkeiten, Beratung und Qualifizierungsangebote. In der Pause nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zu intensiven Fachgesprächen.

Besonders lebendig gestalteten sich die anschließenden Themen-Cafés. In zwei Gesprächsrunden diskutierten die Teilnehmenden praxisnah über den Einstieg in die Quartiersentwicklung, generationenübergreifende Treffpunkte, den Aufbau sorgender Gemeinschaften sowie innovative Wohnprojekte im Alter. Hierbei wurden auch konkrete Beispiel aus dem Landkreis, die bereits von den Förderprogrammen der Landesstrategie profitieren, vorgestellt. Die kompakte Raumsituation förderte dabei eine offene, persönliche Gesprächskultur und einen unmittelbaren Austausch auf Augenhöhe.

Die Regionalkonferenz hat deutlich gezeigt: Das Interesse im Landkreis Calw an lebendigen Quartieren und tragfähigen Nachbarschaftsnetzwerken ist groß. Viele der Anwesenden nahmen konkrete Anregungen, neue Kontakte und Motivation für eigene Projekte mit in ihre Kommunen und Initiativen.

Die Veranstaltung wurde aus Landesmitteln finanziert, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUM
03.03.2026
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