
SK Wernau – SVE 2,5:5,5
Die Gastgeber vom Neckar sollten uns an diesem Tag das Leben nicht allzu schwer machen, denn der SVE lag bereits mit 4:0 vorne, ehe Wernau den ersten Zähler für sich verbuchen konnte.
Einen besonders stressfreien Tag erlebte Nils Wurmbauer (4), dessen Gegner in eine uralte Eröffnungsfalle spazierte, welche ihn kompensationslos eine Figur für zwei Bauern kostete. Mit sicherer Technik fuhr Nils danach den vollen Punkt ein, doch letztlich siegte Michael Mehrer (7) noch schneller. In seinem typisch schneidigen Angriffsstil stürmte er die Position des Kontrahenten, wobei dieser die strategischen Feinheiten der Stellung offenbar nicht verstand und in eine tödliche Fesselung geriet, die ihn schon bald entscheidendes Material kosten sollte. Die Partie des Tages spielte eindeutig der genesene Dietmar Kessler (3), der in der folgenden Diagrammstellung eine sehenswerte Kombination vom Stapel ließ:
Den schwarzen Figuren mangelt es erkennbar an Koordination, doch der letzte Zug 21… Sb6-d7? ermöglicht Dietmar die nicht alltägliche Kombination 22. Sf5xh6+!! g7xh6 23. Td1xd7! mit sofortigem Gewinn. Den Nachziehenden wird das nachfolgende Schachgebot auf f6 Haus und Hof kosten, weshalb er umgehend die Segel streichen und eine Niederlage quittieren musste.
[Überblick über restlichen Verlauf des Mannschaftskampfs: Siehe Website]
Damit hat sich der SVE zumindest aller Abstiegssorgen endgültig entledigt und kann die verbleibenden zwei Aufgaben gegen die Erste der Stuttgarter Schachfreunde und Schwäbisch Gmünd als eine Art Kür auffassen, denn derzeit grüßt der SVE sogar wieder von der Tabellenspitze, was sich nach der für den SVE nächsten spielfreien Runde aber vermutlich wieder ändern dürfte. Zunächst kann man jedoch beruhigt dem Treiben der Konkurrenz zusehen, denn am 1. März setzen wir wegen des Rückzugs von Jedesheim aus, ehe der Endspurt (22. März und 19. April) ansteht. Nach den Ergebnissen der nächsten Runde wird man klarer sehen, welche Teams im Rennen um den Aufstieg bleiben werden.