Am Freitag, dem 24. April stand bei unserer Übung alles im Zeichen des Gefahrguteinsatzes. Ziel der Übung war es, sowohl theoretische Grundlagen zu festigen als auch das praktische Vorgehen unter einsatznahen Bedingungen zu trainieren.
Zu Beginn wurden wichtige Stationen durchlaufen. Hierbei lag der Fokus vor allem auf dem strukturierten Vorgehen nach dem GAMS-Prinzip (Gefahr erkennen, Absperren, Menschenrettung durchführen, Spezialkräfte anfordern), dem fachgerechten Abdichten von Kanaleinläufen und dem sicheren Erkennen und Bewerten von Gefahrgutkennzeichnungen. Im Anschluss folgte eine realitätsnahe Einsatzübung.
Angenommen wurde ein Unfall im Bereich des Klärwerks. Ein Stapler verlor einen IBC-Behälter, der daraufhin umstürzte und eine Person unter sich einklemmte. Der Behälter war mit Aluminiumsulfat gefüllt, einem in Kläranlagen eingesetzten Flockmittel mit ätzender Wirkung. Erste Mengen der Flüssigkeit traten aus.
Unter Beachtung aller Sicherheitsmaßnahmen wurde umgehend die Menschenrettung eingeleitet. Der Einsatz erfolgte nach GAMS und unter Atemschutz gemäß den geltenden Einsatzgrundsätzen. Parallel dazu wurde die Ausbreitung des Gefahrstoffs kontrolliert und eingedämmt.
Mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte konnte der IBC-Behälter angehoben und die eingeklemmte Person zügig befreit werden. Abschließend wurde das Austreten der Flüssigkeit gestoppt, um weitere Gefahren für Mensch und Umwelt zu verhindern.
Wir bedanken uns bei allen Einsatzkräften für die hohe Einsatzbereitschaft und das konzentrierte Arbeiten während der gesamten Übung. Ein besonderer Dank gilt dem Organisationsteam, das dieses realitätsnahe Szenario vorbereitet hat.