
Am 14. März war der internationale Tag 'Rette eine Spinne'. Klar, Spinnen sind noch immer und durch zunehmende Entfremdung der Menschen von der Natur Gruselobjekte. Sie haben 4-mal so viele Beine wie wir selbst und immer noch doppelt so viele wie unsere Schoßtiere und sie wuseln unberechenbar und hektisch herum – auf der Flucht vor unseren todbringenden Händen zumeist, denn selten wird man eine ungestörte Spinne bei solcher Energieverschwendung beobachten können. Bei ruhigem Verhalten und näherem Hinsehen sind Spinnen faszinierende Wesen, zeigen eine unglaubliche Formenvielfalt und erfüllen zudem unersetzliche Aufgaben in den Ökosystemen. Hier ein paar Highlights.
Der bei uns nicht häufige Asseljäger ist ein nachtaktiver Räuber, der tags unter Steinen oder anderen Objekten ruht und seine Beute mit einem Zangengriff von unten und oben gleichzeitig packt.
Krabbenspinnen gibt es in vielen Arten. Gemeinsam ist ihnen das recht lange, kräftige vordere Beinpaar, das in Ruhe 'krabben'artig angewinkelt gehalten wird. Krabbenspinnen sind oft wunderschön gefärbt oder können die Farbe sogar wechseln wie die Veränderliche Krabbenspinne.
Die Spaltenkreuzspinne hat bei uns eine gewisse Siedlungsaffinität und hängt, wie andere Kreuzspinnen, gerne an unseren Häusern herum. Sie ist tiefschwarz und fein glänzend befellt, mit vier witzigen 'Dellen' auf dem Hinterleib, wo im Körperinneren vier Muskeln ansetzen, die die Spinne abflachend zusammenziehen können, sodass sie noch durch besonders schmale Ritzen kommt.
Die Kleine Höhlenspinne bewohnt dunkle Orte mit genügend Feuchtigkeit und liebt Totholz.
Die fröhlich gelbe Streifen-Kreuzspinnebewohnt warme, helle Bereiche mit vielen Gräsern, Trockenrasen, Wegraine von Äckern und Saumstrukturen baut ihr Radnetz ziemlich tief am Boden in der Krautschicht.
Die hübsch gestreifte Speispinne ist in unseren Breiten synanthrop, lebt also in geeigneten Häusern, gerne an Fensterrahmen. Sie erlegt ihre Beute durch Bespucken mit Leimfäden.