
Es war ein Spiel, das leider in Erinnerung bleibt: Der TTC Aichtal verliert das richtungsweisende Auswärtsspiel beim direkten Konkurrenten VfL Kirchheim III mit 6:9, obwohl die Aichtaler mehr Bälle gewinnen konnten – am Ende standen 577:568 Ballpunkte auf dem Spielberichtsbogen. Eine statistische Kuriosität, die das bittere Ergebnis jedoch nicht aufwiegen kann.
„577:568-Bälle für uns! Diese Vier-Punkte-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten ist unfassbar bitter“, kommentierte Frank Dürr nach dem Spiel. Eine Bilanz, die zeigt: Es war mehr drin.
Lichtblicke und knappe Kisten
Der TTC Aichtal startete aufgrund der Verletzung von Kapitän Flo Stiefel ungewohnt in die Doppel. Nur Stiefel/Pavlidis konnten mit einem klaren 3:0 punkten. Die anderen beiden Doppel gingen knapp verloren, eines davon in fünf Sätzen. Auch in den Einzeln zeigte sich ein ähnliches Muster: Fünf Matches gingen über die volle Distanz, nur eines davon konnte der TTC für sich entscheiden.
Besonders überzeugend präsentierte sich Moritz Stiefel, der beide Einzel souverän mit 3:0 gewann und somit ungeschlagen blieb. Auch Rudolf Mayer und Fotios Pavlidis steuerten je einen Einzelsieg bei. Frank Dürr gelang in der Rückrunde ein wichtiger Erfolg gegen Kirchheims Spitzenspieler Franz Glöckner – eine starke kämpferische Leistung nach dem bitteren 0:3 im ersten Einzel.
Trotz des engagierten Auftritts fehlte in den entscheidenden Momenten, besonders im zweiten Durchgang bei Markus Mezger, Steffen Maier, Foti Pavlidis und Rudi Mayer das letzte Quäntchen. Kirchheim gewann vier von fünf Fünfsatzspielen; und nach 6:6 mit 9:6.
Faktencheck:
• Endstand: 9:6 für VfL Kirchheim III
• Ballverhältnis: 577:568 für TTC Aichtal
• Satzverhältnis: 30:29 für TTC Aichtal
• Fünfsatzspiele: 5 – davon 4 für Kirchheim
Der TTC Aichtal zeigte in Kirchheim über weite Strecken ansprechendes Tischtennis, ließ aber in den engen Momenten zu viele Chancen und drei Fünfsatzeinzel am Ende ungenutzt. Die Mannschaft bleibt dennoch zuversichtlich: „Wir sind leistungsmäßig absolut konkurrenzfähig. Das Spielglück wird zurückkommen – wenn wir als Team geschlossen weiterarbeiten“, so das Fazit vom verletzten Kapitän, Florian Stiefel.
Am nächsten Spieltag wartet ein weiteres schweres Spiel gegen Zell. Doch wer den TTC kennt, weiß: Nach engen Niederlagen kommt meist eine starke Reaktion.