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Sommersemester 2026:

Universität Tübingen lädt zum Studium Generale

Öffentliche Vorlesungsreihe mit breitem Themenspektrum – Teilnahme kostenfrei und ohne Anmeldung möglich
Studium, Hochschule, Universität
Foto: smolaw11 / AdobeStock

Das Studium Generale ist das offene Vorlesungsprogramm der Universität Tübingen: Lehrende verschiedener Fakultäten gestalten gemeinsam Vortragsreihen zu Themen, die aus verschiedenen fachlichen Perspektiven betrachtet werden. Im Sommersemester 2026 stehen ab dem 16. April 2026 fünf Reihen auf dem Programm. Sie befassen sich mit den gesellschaftlichen Folgen Künstlicher Intelligenz (KI), der digitalen Medienökonomie, den aktuellen Entwicklungen in den USA, der Baugeschichte der Universität Tübingen sowie mit Fragen von Vielfalt und Teilhabe im Sport.

Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldungen möglich. Alle Veranstaltungen finden im Kupferbau statt; zwei Vorlesungsreihen werden zusätzlich per Livestream übertragen. Detaillierte und aktuelle Informationen sind unter www.uni-tuebingen.de/studium-generale einsehbar.

„Forschung und Lehre finden an der Universität Tübingen nicht hinter verschlossenen Türen statt. Mit aktuellen Themen, von KI bis zur digitalen Öffentlichkeit, suchen wir den Austausch mit der Gesellschaft – das ist der Kern unseres Selbstverständnisses als Exzellenzuniversität“, sagt die Rektorin der Universität Tübingen, Professorin Dr. Karla Pollmann.

Die Vorlesungsreihen im Kurzporträt

KI – Ökonomische und gesellschaftliche Konsequenzen (Montag, 18:15 Uhr, Kupferbau Hörsaal 21)

Die Ringvorlesung der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät befasst sich mit der rasanten Entwicklung Künstlicher Intelligenz. Sie behandelt, wie KI Arbeitsmärkte, Bildungssysteme, politische Kommunikation und soziale Strukturen verändert. Neben wirtschaftlichen Aspekten stehen Fragen der Regulierung und die Auswirkungen auf demokratische Prozesse im Mittelpunkt. Den Abschluss bildet ein interdisziplinäres Panel.

Medien, Macht und Menschlichkeit – Wie die digitale Medienökonomie unsere Öffentlichkeit prägt (Dienstag, 18:15 Uhr, Kupferbau Hörsaal 25)

Medien sind politischer Machtfaktor, wirtschaftlicher Marktplatz und kultureller Akteur zugleich. Unter dem Einfluss der Digitalisierung verändern sie sich grundlegend. Die Vorlesungsreihe des Weltethos-Instituts bespricht neue Eigentumsverhältnisse und Abhängigkeiten. Sie zeigt, wie Plattformen und Algorithmen bestimmen, welche Themen sichtbar werden und welche Stimmen Gehör finden. Daraus ergibt sich die Frage, welche Konsequenzen für Journalismus und demokratische Öffentlichkeit entstehen.

1776–2026: Was ist los in den USA? (Mittwoch, 18:15 Uhr, Kupferbau Hörsaal 25)

Im Jahr des 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung richtet die Reihe den Blick auf die aktuellen Ereignisse in den USA und fragt, was diese für Europa und die globalen Beziehungen bedeuten. Ausgehend von der Gegenwart, zieht sie historische, politische, gesellschaftliche, kulturelle und literarische Bezüge heran, um aktuelle Entwicklungen zu verstehen und einzuordnen. Die Vorlesungen beleuchten dabei sehr unterschiedliche Felder – von Außenpolitik über soziale Bewegungen bis hin zu Identitätsdebatten.

Orte und Architektur der Universität (Mittwoch, 18:15 Uhr, Kupferbau Hörsaal 21 sowie im Livestream)

Wie in kaum einer anderen deutschen Universitätsstadt lässt sich in Tübingen die Geschichte der abendländischen Universität anhand der baulichen Struktur der Stadt ablesen – vom spätmittelalterlichen Neubauviertel über die Wilhelmstraße bis zur Morgenstelle und dem Cyber Valley. Die Ringvorlesung, organisiert vom Museum der Universität Tübingen, zeigt, was die Orte der Hochschule über veränderte Bedingungen von Forschung und Lehre, über universitären Alltag und gesellschaftliche Umbrüche erzählen.

Das Runde muss ins Eckige: Sportkulturen, Leistung und Vielfalt (Donnerstag, 18:15 Uhr, Kupferbau Hörsaal 21 sowie im Livestream)

Sport ist ein fester und verbindender Bestandteil des Alltags für viele Menschen und zugleich ein Feld, in dem zentrale gesellschaftliche Spannungsfelder sichtbar werden: zwischen Wettbewerb und Chancengerechtigkeit, zwischen Vergleichbarkeit und Unvergleichbarkeit sowie zwischen Leistungsgedanke und Teilhabe. Die Reihe, gemeinsam organisiert vom Zentrum für Gender- und Diversitätsforschung und dem Institut für Sportwissenschaft, geht diesen Fragen aus sportwissenschaftlicher sowie sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive nach.

Erscheinung
exklusiv online
von Redaktion NUSSBAUM
30.03.2026
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