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Unser Projekt: Die Welt der Gefühle

Wie fühlen sich Gefühle eigentlich an? Welche Gefühle gibt es? Wie erkennen wir, wie es anderen geht? Und was können wir tun, wenn wir traurig, wütend...
Foto: St. Franziskus

Wie fühlen sich Gefühle eigentlich an? Welche Gefühle gibt es? Wie erkennen wir, wie es anderen geht? Und was können wir tun, wenn wir traurig, wütend oder fröhlich sind? Mit diesen Fragen haben sich unsere Kinder in den letzten Wochen intensiv beschäftigt.

Gefühle sind ein wichtiges Thema für Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren. Deshalb greifen wir dieses Thema in unserer Einrichtung immer wieder auf. Auch wir Fachkräfte bilden uns regelmäßig weiter und nehmen an der EMIL-Zertifizierung teil. Dabei lernen wir Strategien kennen, mit denen Kinder ihre Emotionen besser verstehen, ausdrücken und regulieren können.

Im Alltag haben wir uns gemeinsam mit den Kindern auf vielfältige Weise mit Gefühlen beschäftigt. Wir haben Geschichten gehört, Spiele gespielt und darüber gesprochen, wie sich unterschiedliche Gefühle anfühlen. Dabei ging es vor allem darum zu lernen, wie man mit Wut, Freude oder Traurigkeit umgehen kann – und wie man seine Gefühle so ausdrückt, dass niemand verletzt wird.

Auch im Schutzkonzept unserer Einrichtung spielen Gefühle eine wichtige Rolle. Jede Gruppe lernt den Kinderschutz-Rap, damit die Kinder verstehen: Sie dürfen „Nein“ sagen und ihre eigenen Grenzen schützen. Zum Einstieg in das Thema haben wir verschiedene Bücher gelesen, zum Beispiel „Mein Körper ist mein Königreich“ und „Was machst du mit deiner Wut“. Dabei haben wir über gute und schlechte Geheimnisse gesprochen und darüber, wie man anderen sagen kann, was man möchte – und was nicht.

Passend dazu haben wir auch unseren „Gefühle-Rap“ gelernt. Viele Kinder nutzen ihn inzwischen ganz selbstverständlich im Alltag, zum Beispiel mit den Worten: „Nein, lass das sein …“.

Um Gefühle noch besser kennenzulernen, haben wir mit Bildkarten gearbeitet und gemeinsam überlegt, wie sich unterschiedliche Emotionen zeigen. Außerdem haben wir ein neues Begrüßungslied in unserer Gruppe eingeführt. Es erinnert uns daran, dass niemand mit seinen Gefühlen allein ist:

„Gemeinsam können wir stark, lustig, hilfsbereit, albern, ängstlich, wütend, neugierig oder mutig sein.“

Einen speziellen Moment im Morgenkreis hat unser „Kerzenkind“. Es würfelt ein Gefühl und erzählt – allein oder mit Unterstützung – eine kleine Geschichte über Freude, Wut oder Traurigkeit. So entwickeln die Kinder nach und nach ein Verständnis dafür, was Menschen traurig, wütend oder glücklich machen kann.

Durch weitere Bilderbücher, wie „Mut tut gut“ und „Das kleine Wir“, sind wir den Gefühlen noch tiefer auf den Grund gegangen. Dabei haben wir entdeckt, wie gut es tut, gelobt zu werden, gefragt zu werden, ob man mitspielen möchte, sagen zu dürfen, was einem gefällt, oder zu zeigen, dass man jemanden gern hat. Manchmal fühlt sich das sogar an, wie eine „wohltuende Dusche“.

Anja Henneberger

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Ausgabe 17/2026
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