Der Umgang der Stadtverwaltung mit dem Busbahnhof gehört zu den frustrierendsten Erfahrungen der letzten Zeit. Bereits 2021 hatten wir die Sanierung mit Erfolg beantragt und waren deshalb im Glauben, dass nach einer durch eine unbesetzte Stelle verursachten Verzögerung umgehend mit der Planung der Maßnahme begonnen werden würde – nur um anlässlich einer Nachfrage Ende 2024 (!) erfahren zu müssen, dass man bezüglich der ZOB-Sanierung noch „bei Null“ stehe.
Dies nahm eine Mehrheit des Gemeinderats auf Antrag der Stadtverwaltung zum Anlass, sich bei den bereits in den Haushalt eingestellten Mitteln für den ZOB zu bedienen, um den Bauhof zu sanieren und zu erweitern.
Statt einer Neugestaltung des ZOB erlebten wir also bisher lediglich den Abriss des Schutzdachs, der zu einem absurden Hin und Her bezüglich der Haltebucht für die Linie 141 führte. Die allen Ernstes diskutierte Frage lautete: Sollte man die Plochinger:innen lieber buchstäblich im Regen stehen lassen, oder ihnen für eine Haltebucht im Trockenen einen längeren Weg zumuten?
Die Antwort muss natürlich lauten: Weder das Eine noch das Andere. Die Verkehrswende kann – sofern man auf Verbote verzichten möchte – nicht ohne einen attraktiven Nahverkehr gelingen. Die umgelenkten Mittel müssen deshalb für den ursprünglichen Zweck „zurückgebucht“ werden, damit so bald wie möglich mit der Planung und Umsetzung der Sanierung begonnen werden kann – inklusive eines zeitgemäßen, transparenten Ersatzes für das abgerissene Schutzdach.

