
Alles neu: Beim ersten Unternehmerstammtisch im neuen Jahr war nicht nur der Austragungsort ein Besonderer – das Unternehmerquartier, mit einem speziellen „Coworking Space“ – auch für Benedikt Krauter war es der erste öffentliche Auftritt in seiner neuen Position als Wirtschaftsförderer der Stadt. Über 90 Gäste wollten sich das nicht entgehen lassen.
Oberbürgermeister Dirk Elkemann begrüßte die Besucherinnen und Besucher und berichtete über Aktuelles aus dem Rathaus. Er verwies unter anderem auf die schwierige Finanzsituation der Stadt. „Wir haben bereits zwei Klausurtagungen abgehalten, eine dritte wird noch folgen“, informierte er.
„Es geht, wie in der gesamten Region übrigens, ans Eingemachte“. Auch berichtete er vom Start der Vermarktung der Grundstücke im Bereich der „Äußeren Helde“, versehen mit der Bemerkung, Interessenten müssten da wohl tief in die Tasche greifen (ab 850 Euro pro Quadratmeter geht es los).
Straßensperrungen hatte er ebenfalls mitgebracht. So werde die B 3 in bestimmten Abschnitten vom 7. April an bis Juni gesperrt werden. Auch den vierspurigen Ausbau der L 723 erwähnte er, ohne dabei einen konkreten Zeitplan nennen zu können. Er erwähnte zudem die nächsten Termine in Wiesloch, so den Frühlingsmarkt am 18. April und 19. April sowie das Weinfestival im Palatin am 19. April. Dann übergab er an Martin Hoffmann, den Gastgeber des Abends.
„Wir haben hier eine Art Gründerzentrum geschaffen“, berichtete er. Ziel sei es, in erster Linie kleine Büroeinheiten anzubieten. Man richte sich an kleine Teams und Einzelkämpfer. „Unser Ansatz ist es, mehr als nur Homeoffice anzubieten“, sagte Hoffmann. Eine Abkehr von großen Büroflächen („Wer braucht schon mehr als 100 Quadratmeter“), verbunden mit dem Hinweis, das fehle in Wiesloch. Man biete Büros zwischen 14 und 35 Quadratmetern an.
Außerdem verwies er auf die gute Infrastruktur in der Umgebung und im Gebäude selbst. „Wir haben das Wieslocher Freibad um die Ecke, verschiedene Ärzte im Haus sowie bald einen Kindergarten, ideale Voraussetzungen also, sich bei uns einzumieten“, sagte Hoffmann. Außerdem gibt es noch eine Betriebskantine für den kleinen und großen Hunger. Es handelt sich um „Freshtaste“, die in Frauenweiler ansässig ist. Kostproben konnten die Gäste später testen.
Der nächste Redner war Wirtschaftsförderer Benedikt Krauter. Er präsentierte die Schwerpunkte seiner Arbeit vor (die WieWo stellte ihn bereits vor) und schloss seine Ausführungen mit dem Satz „Wir haben Bock auf Gewerbetreibende“. Er bot jegliche Unterstützung an. Den Impulsvortag zum Thema „Barrierefreiheit im Internet“ hielt Sebastian Hirth, Digitalexperte und Geschäftsführer von Blackmite. Diese Impulsvorträge zu unterschiedlichen Themen sollen künftig fester Bestandteil bei den Unternehmerstammtischen sein. Hirth verwies in seinen Ausführungen auf die geltende Gesetzesregelung, die im Vorjahr in Kraft trat und eben die Barrierefreiheit im Internet regelt. „Da geht es unter anderem darum, auf Sehbeeinträchtigungen zu reagieren, Tastatursteuerungen anzubieten oder das Vorlesen von Inhalten zu ermöglichen. Wir können bei all diesen Dingen helfen“, bot er die Unterstützung seiner Firma an. Am Ende wurde noch das Catering getestet und interessante Gespräche geführt. (sd)