Der Urlaub ist vorbei, aber es war wie immer toll. Vor allem der Besuch bei Snoopy.
Vera Gehrke, ein wichtiges und sehr engagiertes Mitglied unseres Vereins, konnte Kristina 750 € überreichen. Jeder Euro ist unglaublich wichtig, denn die Kosten steigen ins Unermessliche und sind kaum zu stemmen. Unsere Kristina ist ein Mensch mit einem sehr großen Herzen. Das ist in Istrien mittlerweile bekannt und so kommen immer mehr alte und kranke Hunde zu ihr. Das ist natürlich sehr kostspielig. Aber was soll sie machen? Lehnt sie ab, bedeutet das das Todesurteil für den Hund.
Heute hat uns ein schrecklicher Post von Kristina erreicht …
Es fällt mir schwer, diesen Text zu schreiben, denn mit jedem einzelnen Wort durchlebe ich alles erneut.
Tierschutz in Kroatien ist, als würde man ständig in einem Albtraum leben, aus dem man einfach nicht aufwachen kann.
Ständige Anrufe, Bereitschaftsdienste rund um die Uhr, die tägliche Konfrontation mit Leid, Schmerz und Verlassenheit. Die Unmöglichkeit, den meisten zu helfen, denn die traurige Realität ist, dass diejenigen, die wir unter größten Anstrengungen retten, nur ein Tropfen auf dem heißen Stein in einem Meer aus Trauer, Unglück und menschlicher Grausamkeit sind.
Seit fünf Tagen stehen wir einem der größten aufgedeckten Horrorfälle gegenüber. Nur etwa 350 Kilometer von uns entfernt lebte eine „Mutter“, eine „Tierschützerin“, ein „Verein“, in deren Haus die Kadaver von 20, 30, 40 oder sogar 50 Hunden gefunden wurden.
Etwa 40 Hunde wurden halb lebendig aufgefunden. Ausgehungert. Zwischen den Kadavern wurde auch ein achtjähriges Mädchen gefunden, nachdem die „Mutter“ wegen Drogenbesitzes verhaftet worden war.
Menschen spendeten Geld für Tierfutter, doch sie verwendete es für Drogen.
Selbst nach ihrer Verhaftung vor fünf Tagen wurden die Hunde nicht versorgt, die Kadaver nicht entfernt. Das offizielle Tierheim der Region weigerte sich, die Hunde aufzunehmen, weil kein Platz vorhanden war. Ivana wurde verhaftet, Mila in einem Kinderheim untergebracht – und die Überlebenden wurden zurückgelassen, um zwischen den Kadavern zu sterben.
Freiwillige machten sich auf den Weg, um die verbliebenen Hunde zu retten.
Das Schluchzen, die Hilferufe, das Weinen und die Verzweiflung der Frauen, die gestern durch das Gelände gingen, hallen noch immer in meinem Kopf nach.
Eine endlose Agonie des langsamen Sterbens und Leidens.
Snoopy ist voll. Snoopy ist schon viel zu lange überfüllt, weil die gesamte Gespanschaft ihre Fälle zu uns bringt. All jene, die „zu groß“, „zu krank“, „zu viele“ sind, für die sofortige Lösungen gesucht werden, damit sie nicht mit einer Kugel im Kopf enden oder irgendwo im Wald an einer Kette zurückgelassen werden – sie kommen zu uns.
Es ist schwer, die Last zu beschreiben, mit der ich morgens aufwache und abends ins Bett gehe. Ins Bett gehen – nicht schlafen. Denn wie soll man schlafen, wenn man an all jene denkt, die Hilfe brauchen und denen man nicht helfen kann? An die Rechnungen, die bezahlt werden müssen, an die endlosen Fahrten zu Einsatzorten, zurück, zu Tierärzten, und an den Mangel an Geld und helfenden Händen.
Snoopy ist überfüllt, aber den Hilferuf – den Schrei der Freiwilligen, die gestern dort waren – konnte ich nicht ignorieren.
Sieben Seelen kommen zu uns.
Wir haben noch keine Fotos oder Videos von ihnen, denn gestern ging es nur darum, niemanden dort zurücklassen zu müssen. Wir wissen, dass ihr Zustand erbärmlich ist. Wir wissen, dass sie unendlich viel Liebe und Pflege brauchen werden, um zu überleben.
Und wir wissen, dass das, was wir in den letzten Tagen gehört haben, unmenschlich ist.
Wir als Tierschutzverein Snoopy e. V. werden versuchen zu helfen.
Dafür brauchen wir jede Unterstützung.
Jede noch so kleine Spende hilft.
Gespendet werden kann auf das Konto des Vereins
VR-Bank Ludwigsburg
IBAN DE49 6049 1430 0142 2150 07
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oder PayPal
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DANKE!


