Bei einer unserer Vernissagen habe ich Hartmuth Schweizer als „Unvorstellbaren“ tituliert. Er hat den Bereich Kunst in allen Facetten abgedeckt, so dass jeder Kunst in Walldorf automatisch mit Hartmuth assoziiert. Über Jahrzehnte war er Lehrer am Gymnasium und hat seinen Schülern die Liebe zu allen Dingen vermittelt. Er war im besten Sinne ein „Erzieher“ - er hat Kinder wachsen lassen und dabei geformt und viele sind mittlerweile selbst in der Kunst erfolgreich. Dahinter steckt eine gute Ausbildung an der Kunstakademie Karlsruhe, viel Akribie, Talent, Können und vor allem Fleiß!
Auch uns Erwachsenen galt stets sein Interesse, Neugier zu wecken. Seine Kunstfahrten waren und sind legendär, und natürlich war Hartmuth über drei Jahrzehnte Kunstbeauftragter der Stadt - viele kennen gar keinen anderen! Als der Kunstverein vor mehr als zehn Jahren begann, in der Alten Apotheke eigene Ausstellungen zu konzipieren, war Hartmuth anfangs zunächst zögerlich beobachtend dabei. Schnell entstand aber Vertrauen, Nähe und Freundschaft. Mit dieser Ausstellung beendet er seine Tätigkeit als Kunstbeauftragter und rundet diesen Lebensabschnitt ab. Gleichzeitig freuen wir uns auf eine spannende, fruchtbare Zeit in unseren Reihen.
Dr. Gerhard Baldes, 1. Vorsitzender, Kunstverein Walldorf
Die Ausstellung in der Alten Apotheke und Ehemaligen Synagoge ist bis 27. Juli sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet.