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VdK erstreitet Kostenübernahme von knapp 48.000 Euro für Beinorthese

Die Krankenkasse lehnte eine neue Beinorthese für MS-Patient Jan Hörberg zunächst ab. Dank des Einsatzes des VdK Nord wurde die Erprobung ermöglicht...

Die Krankenkasse lehnte eine neue Beinorthese für MS-Patient Jan Hörberg zunächst ab. Dank des Einsatzes des VdK Nord wurde die Erprobung ermöglicht und auch die Kostenübernahme durchgesetzt.

Schwere MS-Form mit Lähmungserscheinungen

VdK-Mitglied Jan Hörberg hat eine schwere Form der Multiplen Sklerose (MS). Wegen der Lähmungserscheinungen ist er auf eine Orthese angewiesen. Eine bisher genutzte Spiralorthese konnte seine Bewegungseinschränkung nicht mehr ausgleichen. Hörberg konnte kaum noch Treppen steigen und war mehrfach gestürzt. Daher beantragte er bei seiner Krankenkasse die Erprobung einer computergesteuerten Beinorthese und fügte eine ärztliche Verordnung bei.

VdK legt Widerspruch gegen die Ablehnung ein

Nach der Ablehnung durch die Krankenkasse wandte er sich an den VdK Nord. Dieser legte Widerspruch gegen die Ablehnung ein.

Ein Video zeigte Gehtests mit verschiedenen Orthesen auf unterschiedlichen Testflächen. Sie dokumentieren, dass die beantragte Orthese Hörberg eine komplette eigenständige Beinbewegung ermöglicht. Schließlich lenkte die Krankenkasse ein. Sie übernahm die Kosten für die vierwöchige Testphase mit der beantragten Orthese.

Krankenkasse lehnt die Definitivversorgung ab

Während der Erprobung zeigte sich schon frühzeitig, dass Hörberg mit dem Modell sehr gut Treppen steigen und auf unebenen Flächen laufen kann. Nach der erfolgreichen Erprobung kam zum Jahresende die Ernüchterung – die Krankenkasse lehnte eine sogenannte Definitivversorgung ab und schlug ein kostengünstigeres Modell vor.

Erneuter Widerspruch des VdK führt zum Erfolg

Der VdK Nord legte erneut Widerspruch ein. Das Mitglied testete die alternative Orthese. Allerdings konnte diese nicht die bei Hörberg ausgefallene Oberschenkelmuskulatur ersetzen und sein Knie stabilisieren. Das überzeugte auch die Krankenkasse, die einen Monat später die Kostenübernahme für eine dauerhafte Versorgung bewilligte. Die Kosten für die individuell angefertigte Orthese, die durch einen Mikroprozessor über einen speziellen Motor gesteuert wird, belaufen sich auf 48.000 Euro.

Jan Hörberg ist erleichtert.

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