
In der vergangenen Gemeinderatssitzung am 21. Januar 2026 wurde Kämmerer Jochen Karl von der Gemeinde verabschiedet. Nach rund 15 Jahren als Kämmerer bei der Gemeinde Rietheim-Weilheim wechselt er als Dezernent zum Landratsamt Tuttlingen.
Bürgermeister Felix Cramer von Clausbruch ging in seiner Laudatio auf den beruflichen Werdegang von Herrn Karl ein.
Seine Leidenschaft für Finanzen merkte man ihm eindeutig an und auch die Freude an der Umsetzung von Projekten. So führte er SAP oder auch das NKHR in Rietheim-Weilheim ein.
Die Infrastruktur, die zu seinem Aufgabenbereich gehörte, hielt er bestens im Stande und auch bei Verhandlungen erwies er sich als ein Meister seines Fachs.
Kämmerer Jochen Karl verstand sich immer als Dienstleister im Sinne der Bürger und sah die Finanzen als Querschnittsaufgabe der Verwaltung. Nicht nur eine vorausschauende Planung, sondern auch die Umsetzung derselben gehörten zu seinem Selbstverständnis. Im Austausch mit dem Gewerbe vor Ort hat er für Augenhöhe der Kommune gesorgt.
Sein größtes Projekt war eindeutig die Marquardt-Halle als verbindendes Element zwischen Rietheim und Weilheim.
Bürgermeister Felix Cramer von Clausbruch betonte, dass Herrn Jochen Karl ganz persönlich sein höchster Respekt galt und sprach ein so großes Dankeschön aus, das man es fast nicht in Worte fassen könne. Das gute Miteinander war nicht selbstverständlich und Herr Karl sein wichtigster Sparringspartner.
Bauhofleiter Patrick Kirchner hielt für die Arbeitskollegen die Abschiedsrede. Er ging nicht nur auf die starke Leistung ein, die Herr Karl in seinen 15 Jahren bei der Gemeinde erbracht hat, sondern sprach auch seine Vorliebe für den Fußball, das Fahrradfahren und Milka Noisette an. Er sei ein Sparfuchs im positiven Sinn gewesen, aber auch eine offene, kritische und ehrliche Person. Aus vielen Kollegen seien Freunde geworden.
Bürgermeister-Stellvertreter Achim Grüner verabschiedete Herrn Kämmerer Jochen Karl mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Gleich beim Vorstellungsgespräch habe sich ein gutes Miteinander entwickelt. Augenzwinkernd sprach er die Sorge an, dass der Fuchs die Schneegänse fressen werde, was jedoch nicht geschehen sei. Die Finanzen wurden von Herrn Karl auf einem hohen Level verwaltet und große Projekte der Gemeinde vorangetrieben. Für die Vereine habe er immer ein offenes Ohr gehabt und seine Meinung ehrlich geäußert. Er hoffe, dass die Gemeinde auch in Zukunft auf ihn setzen könne.
Kämmerer Jochen Karl ging in seiner Ansprache auf die Dinge ein, die bewegt wurden. Er dankte für die Unterstützung, den Humor und die Geduld, aber auch für die Freundschaft.
Abschließend fand der Abend bei einem kleinen Stehempfang seinen Ausklang.